86nothwendig zur Vorbereitung aufden Tod. Matth. 25, 13 — 35.Dem wahren Christen iſt der Todstets willkommen; mehr um anderer,als um sein selbst willen, wünscht erein längeres Leben.Philipp. 1, 21—24. „Denn Christus ist meinLeben und Sterben ist mein Gewinn. Sintemalaber im Fleisch leben dienet mehr Fruchtzu schaffen; so weiß ich nicht, welchesich erwählen soll. Denn es liegt mir bey-des hart an; ich habe Lust abzuscheiden und beyChristo zu seyn, welches mir auch vielbesser wäre. Aber es ist nöthiger imFleiſche bleiben um euretwillen. Si-rach 14, 15–20. 51, 5—7.Unsere Seele ist unsterblich; d. h.sie fährt nach dem Todefort zu seyn und zubestehen; sie erinnert sich ihres vori-gen Zuſtandes, denkt nach über den Zu,stand, worin sie in der Ewigkeit lebt, ver-gleicht beyde miteinander und iſtangenehmer und unangenehmer Em-pfindungen empfänglich.Diese Unsterblichkeit unserer Seele wird unsgewiß1. durch die Beschaffenheit unseresdenkenden Geistes; dieser ist von dem
Druckschrift
Anleitung zur Kenntniß der Religion für die erste Classe meiner Katechumenen
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten