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Rede am Jubiläum der Koeniglichen Kunstakademie zu Düsseldorf den 23. Junius 1869 in der Tonhalle gehalten
Entstehung
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Jedes Fest ist ein HöhenpuDkt, von dem man rückwärtsund vorwärts schaut, und darum feiern wir Jubelfeste, da-mit wir ,aus dem Gedränge der Gegenwart auf eine freieHöhe hinaustreten, wo ein weiter Gesichtskreis sich auf-taut, wo man sich zwischen vorangegangenen und nach-folgenden Geschlechtern inmitten bedeutender Entwickelun-gen fühlt. Denn je idealer unsere Aufgaben sind, um somehr gehen sie über Zeit und Ort hinaus, je höher ihreZiele, um so weiter reichen sie auch in die Vergangenheitzurück und ruhen auf ehrwürdigen Ueberlieferungen. Wiereich aber sind sie gerade für eine Akademie der Künste,und welche Fülle inhaltreicher Gedanken strömt uns ent-gegen, wenn wir diesen Ueberlieferungen nachgehen!

Sie führen uns nach Athen. Nahe vor dem Westthore

der alten Stadt breitet sich die Niederung aus, welche mit

ihren Baumgängen den Bürger erquickte, wenn er von dem

.trockenen Stadtboden herunter kam. Hier grünte, von den

Bächen des Kephissos bewässert, der Hain des Akademos

unter dem Schutze der Göttin Atkena, mit den Altären der

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