O m. Mitchristen, wie viele und welche Gründe!Sie bestimmten einen Abraham. Er erkannte,empfand die genaue Verbindung, worin er auchmit Fremden stand. Er fragte nicht lange: woherkommst Du? wessen Volkes bist Du? Er folgte deminnern Antriebe. Er handelte in Jesu Geiste.„Denn ehe Abraham war, war Jesus.“ Seinerwürde der große, gottliche Mann sich nicht geschämthaben. Jene Männer waren dem frommen Hebräerals Gottes Boten willkommen. Welche Freudewar es ihm, als sie, im Schatten seines Baumes ge-lagert, sich erquickten! Noch spaterhin sah er mitWonne auf dieſen Tag zuruͤck. Laͤngſt hat ihn, derso viele liebreich aufnahm, der Ewige mit Liebe auf-genommen. Wie sollten so viele, so dringende Gründenicht auch uns bewegen?Sagt nicht: „damals war jene Liebe, die sichauch über Fremde erstreckt, nothwendiger, als jetzt.Es gab noch keine Häuser, zu ihrer Aufnahme be-stimmt, keine Anstalten, der Armuth und den Schmer-zen zu wehren, wie sie sich jetzt überall finden. JenesWohlthun ist nöthiger in Landern, wo man nur selteneine Wohnung antrifft, einem Menschen begegnet.“Wollten wir eine beſeligende Pflicht jenen Zeiten undLandern überlassen? Können wir nicht eher helfen,da uns die ringsum angebaute Erde großern Vorrathdarbeut? Sollten jene Menschen uns an Liebe über-treffen? Sollten wir in so vielen Jahrtausenden nichtmenschenfreundlicher geworden seyn? Gibt es nichtnoch immer der Gelegenheiten zum Wohlthun viele,viele der Hülferufenden nah und fern?Ich brauche nicht zu sagen, worauf ich ziele.Ihr werdet meinen Wink, meine Bitte verstehen. Sooft ſchon habt Ihr Liebe auch gegen Entfernte bewie⸗
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Zwey Predigten, bey Gelegenheit der Sammlungen milder Beyträge für die unglücklichen Bewohner des linken Rheinufers
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