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Zwey Predigten, bey Gelegenheit der Sammlungen milder Beyträge für die unglücklichen Bewohner des linken Rheinufers
Entstehung
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) 12. (nem Knechte über. Man soll euch ein wenig Wasserbringen, und eure Füße waschen; und lehnet euch unter denUnd ich will euch einen Bissen Brodt bringen,Baum.daß ihr euer Herz labet; darnach ſollt ihr fortgehen. Denndarum ſeyd ihr zu eurem Knechte gekommen. Sie ſprachen:Thue, wie du geſagt haſt. Abraham eilete in die Hüttezu Sarah, und ſprach: Eile, und menge drey Maaß Sem-melmehl, knete und backe Kuchen. Er aber lief zu denRindern, und holete ein zart gut Kalb, und gab es demUnd er trugKnaben; der eilete und bereitete es zu.auf Butter und Milch, und von dem Kalbe, das er zube-reitet hatte, und setzte es ihnen vor, und trat vor sie unterden Baum, und ſie aßen.Achtung verdient das Buch, m. And., das soweise für die höhern Bedürfnisse der Menschen sorgt.Wie viele Wege ſchlagt die Bibel ein, ſich un-serm Verstande und Herzen zu nahern! Bald sindes deutlich ausgesprochene Gesetze, wodurch sie un-ſern Sinn u. Wandel zu veredeln ſucht. Baldsind es herrliche Beyspiele; worin Vorschriftenfür unser Betragen enthalten sind.Ein solches Beyspiel liegt hier vor uns. Einerührende, einfacherhabne Geschichte, voll von Beleh-rung und Erweckung, wird uns hier erzaͤhlt. Heili-ges Dunkel ist uͤber sie gebreitet. Wer wagte es,in diese Dunkelheit hineinzuschaun, sie zu zerstreuen:Was in diesen Schriften dunkel ist, gehört nicht füruns; sonst würde es helle seyn. Halten wir uns da-her an das Belehrende, Erweckende in ihr, an dieLichtſeite, die ſie uns zeigt.Und so laßt mich denn, durch sie veranlaßt:vom Wohlthun gegen Fremdein dieser Stunde zu Euch reden. Ich werde dabey:zuerſt: die Natur und Beſchaffenheit unddann: die Pflichtmäßigkeit dieses Wohlthunsnäher entwickeln.