Druckschrift 
3 (1806)
Entstehung
Seite
111
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111Ketten=Rechnung.gebracht werden, sondern man muß sie, es sey vorheroder nachher, je nachdem es erfordert wird, besondersaddiren oder subtrahiren, z. B. es kämen bey einerAufgabe, Fracht= oder eingehende Rechte in Betracht,oder es soll ein gewisses von der Massa oder von derSumme abgezogen werden, u. d. g. mehr.Wer recht vortheilhaft rechnen lernen will, derbemühe sich zuerst, jeden Satz nach der Regel deTri zu berechnen, und mache dann die Haupt=Probedurch die Ketten=Rechnung, so wird er bald den Unter-schied bemerken, und so nach und nach alle Fälle ent-decken, wo diese Rechnungsart vortheilhaft anzuwendenist, oder nicht. Anfänger müssen daher die Ketten-Rechnung nicht lernen, bevor sie alle Aufgaben, siemögen auch noch so zusammengesetzt seyn, nach derRegel de Tri berechnen können.Anmerkung. Die Ketten=Regel, nenntman auch die Reesiſche⸗Regel, weil ein Hollän-der, van Rees, in einem gewissen Rechenbuche Be-lehrungen mit vielen Beyspielen darüber gegeben hatteund gezeigt, wie die Größen, welche in dem Dividen-dus, und die, welche in den Divisor gehören, zusam-menzusetzen, und wie alsdann durch Hebung, der Quo-tient am bequemsten zu finden wäre.Aufgaben zur Uebung.1) Es vertauscht jemand 8 Ochsen mit Schweinen,einen Ochsen gegen 7 Schweine; die Schweinevertauscht er mit Kalkuten, 2 Schweine gegen21 Kalkuten; diese mit Gänsen, 4 Kalkuten ge-gen 5 Gänse; diese gegen Hühner, 3 Gänse für10.