Im Auge den Feind, im Herzen das Vaterland, im Gewissen denheiligen Eid der Treue, fielen unsere Brüder, von der feindlichen Kugelgetroffen, und als Sieger gingen sie ein in das weite Land des ewigenFriedens. Wenn darum im heiligen Kampfe manche Mutter, mancher Vatermanche Gattin das Herz des geliebten Sohnes oder Gatten für das Herzdes Vaterlandes wagen mußte, und wenn beim Tode des Geliebten daseigene Herz brechen wollte, so hat manche Mutter, manche Gattin wohlgeweint und gebetet, aber das Opfer, das ſie gebracht, nicht bereut,denn es war ein von Gott für die gerechte Sache verlangtes Opfer,dem der große Lohn im Vaterhause Gottes nicht vorenthalten wird.Wir reichen heute im Geiste unseren gefallenen Brüdern in der Ewigkeitdie Hand zu heißem Danke und zum stillen Gelöbniß, daß, wie sie,so wir stets eintreten mit Blut und Leben für die Ehre und Freiheitunseres theuren Vaterlandes. Unser Dank aber soll sich aussprechen infrommer Fürbitte zum Vater ewiger Erbarmung und Liebe, daß erseine getreuen Streiter, unsere gefallenen Kameraden, schmücken wolle mitder Krone des Lebens, mit der unverwelklichen Palme ewigen FriedensLiebe Kameraden! Lasset uns zum Schlusse unseren tiefgefühltenDank gegen Gott, der seine Rechte für uns erhob und Sieg und Friedenuns gab, der unsere gefallenen Brüder, die Werkzeuge seiner Macht, zusich berief und mit ewigem Glück und Frieden lohnte, lasset uns unserenDank Ihm zujauchzen, indem wir begeistert einstimmen in den Lobgesang:„Großer Gott, wir loben dich,Herr, wir preiſen deine Stärke.Amen.0
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Reden bei dem religiösen Festakte auf dem Exerzierplatze zu Düsseldorf, gehalten von Herrn Divisionspfarrer Dr. Pörtner und Herrn stellvertr. Divisonpfarrer von Bracken am Sedantage 1. September 1895
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