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Reden bei dem religiösen Festakte auf dem Exerzierplatze zu Düsseldorf, gehalten von Herrn Divisionspfarrer Dr. Pörtner und Herrn stellvertr. Divisonpfarrer von Bracken am Sedantage 1. September 1895
Entstehung
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seine Gnade zu preisen. In diesen königlich schönen Worten, dieaus christlich=gläubigem Herzen hervorkamen, ist es bereits kund gethan,wem vor Allem wir die Freude des heutigen großen, folgenreichen Tageszu danken haben.Deine Rechte, o Herr, ward verherrlicht in Kraftdeine Rechte, o Herr, schlug den Feind! Veteranen! Ihr tragt aufEuerer Brust, zum Zeichen, daß Ihr sie heldenmüthig dem Feinde dar-geboten, die Kriegsdenkmünze, die man dereinst, wenn das Herz unterder Brust nicht mehr schlägt, auf Eueren Sarg legen wird. Auf diesenEhrenzeichen leset Ihr die inhaltreichen Worte:Gott war mit uns,Ihm sei die Ehre!Als im Juli 1870 Frankreich an Deutschland den Krieg erklärteda flammte wohl, wie in den Zeiten der großen Freiheitskämpfe von18131815, die alte Begeisterung hoch auf in allen Gauen Deutschlands,aber auch die bange Sorge schlich durch die deutschen Lande, wie wohldes Krieges Wendung sein werde; denn man war sich wohl bewußt,was ein Krieg bedeute mit einer Nation, die für die erste der Weltnicht bloß sich selbst hielt, sondern auch von anderen dafür angesehenwurde, mit einer Nation, die an Sieg gewöhnt und an Kriegsruhmund Ehre so reich war, daß man sie vielfach für unbesiegbar hielt. Dabeteten wir inbrünstig zum ewigen, einzigen, gerechten und allmächtigenGott, dem Lenker der Schlachten und der Völkergeschicke, daß er unserenWaffen den Sieg, und unserem lieben Vaterlande den ungerechter Weisegestörten Frieden wiedergeben möge. Und, siehe da! Seine Rechte erhobsich uns zum Schutze im heiligen Kampfe für die edelsten Güter, undsein Wort drang in unser HerzDer ich gebot von Jericho den Mauery:Stürzt ein! Und sie gedachten nicht zu stehn,Meint ihr, wenn meines Odems Stürme gehn,Die Burgen euerer Feinde werden dauern?Der ich das Riesenhaupt der PhilistäerTraf in die Stirn, als meiner Rache SchleudernIch in die Hand gab einem Hirtenknaben;Je höh'r ein Haupt, je meinem Blitze näher!Ich will aus meinen Wolken so sie schleudern,Daß fällt, was soll, und ihr sollt Frieden haben!Ja, Gott gab uns Sieg und Frieden. Weil Ihr, Veteranen, denHerrn nicht vergaßet, so wenig wie Euere großen Heerführer, weil Ihrauszoget mit Gott, für König und Vaterland, begleitet von dem stillenGebete all' Eurer Lieben in der Heimath, deshalb wuchs Euch derMuth und die Tapferkeit in der Brust, wuchs das Vertrauen zu Eueren