Druckschrift 
2 (1882)
Seite
525
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NYERDP, ALMINDELIG MORSKABSLÄSNINU. 525

dem es auf das Litterarische zumeist ankam, ist im GegentheilManches angeführt, was wohl jetzt als Volksbuch nicht mehr imGebrauch ist oder es eigentlich nie recht war. In den erstenZeiten der Druckerei war der Unterschied noch gar nicht oderlange nicht so scharf, wie späterhin, und was überhaupt da-mals von poetischen Werken gedruckt wurde, kann in gewissemSinne als ein Volksbuch betrachtet werden, an sich unstreitigein grosser Vorzug jener Zeit. So verhält es sich z. B. mitdem deutschen Heldenbuch, dessen verschiedene Ausgaben sovergriffen sind, dass sie jetzt mehr oder weniger zu den Selten-heiten gezählt werden. Daher findet man mit Recht bei Görresnicht den Iwain, Wigolais, Euriolus und Lucretia, welche hier,und doch nur als Übersetzungen aus dem Deutschen, vor-kommen. Der Roman von Persenober ist seit 1572 nichtwieder in Dänemark aufgelegt worden, der Liebe Gefangen-schaft seit 1687, Besättelseu i Tisted seit 1699. Die Robin- 670sonaden, aus dem Deutschen übersetzt, sind auch keine eigent-lichen Volksbücher; wollten wir die im 16. und 17. Jahrhundertherausgekommenen Romane dazu zählen, so wird Kochs Com-pendium allein schon zeigen, was sich dann für ein grossesWerk darüber schreiben liess. Der Verfasser könnte leichtdas Register neu zuliefern und darin das noch Gangbare miteinem Stern bezeichnen, um auch davon eine Übersicht zu

geben.

[anonym. Von W. Grimm?]