518 BÜSCHIXG, WÖCHENTLICHE NACHRICHTEN.
strich hat geleit." Auch kommt in einer anderen Stelle desBarlaam vor:
der stric, der da van im geleit
was und van der heidenschaft,
da was er inne behaft.
V. 86 war es nothwendig ein slange zu lesen, weil der folgtund das Wort oft als Masc. gebraucht wird, vielleicht nachdem lateinischen anguis. V. 88. leb indez, gewiss einWort: lebindez. S. 239, . V. 179. gesiht heisst nicht Ge-sicht, Umsicht, sondern das Schauen, Sehen. — Band II,S. 64. Die Sage von Attilas Schwert aus dem Lambertvon Aschaö'enburg findet man schon in den altdeutschen Wäl-dern I, 212. Dort ist auch angegeben, dass die Erzählung vonjenem Fund des Schwerts durch einen Hirten aus dem Priscus663 genommen sei, ferner S. 319. die merkwürdige Erneuerungder Sage bei Fischart. — Die Bemerkungen zur deutschenBildungsgeschichte aus den Minnesängern von Hrn. PescheckS. 218 ff., S. 269 ff. und 393 ff. sind eine nützliche Arbeit;freilich würde es besser sein, sich nicht bloss dabei auf das eineWerk zu beschränken, sondern die anderen Gedichte auch zu Hilfezu nehmen, so Manches würde sich dann ergänzen und ver-ständlicher sein; indessen behält auch das Gelieferte immerseinen Werth. Auffallend ist, dass, wenn Rumslant Man. II, 225.von „lieben, süssen, milden" — von „getreuen — Herren"spricht und schliesst: mehr als Sonnenschein freue ihn:
„ein genoz von eines süzen herren munde",Hr. Pescheck diesen Ausdruck unerwartet findet und darin diesüssen Herrn der heutigen Zeit zu erkennen scheint. Es istvon milden gütigen Herrn die Rede. Auch S. 270 das Frag-zeichen hinter unbewollen erfodert ein weiteres oder eigent-lich zwei; was es hinter dem bekannten und richtigen Wortsolle und warum es die Redaction habe stehen lassen? Würdeübrigens zu solchen oder ähnlichen Vorarbeiten die Zeitschriftbenutzt und mit einem genauen Register versehen, so könntesie eine schätzbare Materialiensammlung werden, während siejetzt nach allen Seiten umspringt. — S. 320 wird bekannt ge-macht, dass Hr. v. d. Hagen auf seiner Reise den Verfasser