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2 (1882)
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ANKÜNDIGUNG. 57

Heidelbergische Jahrbücher der Litteratur. Jahrgang IV (1811) Intelligenz-blatt No. vHI, S. 5758.

[Mit Jacob Grimm.]

Im Vertrauen auf die Neigung, mit welcher die Einsichts-vollen den Denkmälern altdeutscher Poesie begegnen, und be-stimmt von unserer eigenen Lust an dem Studium derselben,kündigen wir eine Sammlung altnordischer Sagen an. Wereine leichte Kenntnis der Sache hat, dem wird es nicht ent-gangen sein, wie zwischen einheimischer und nordischer National-dichtung ein Zusammensang gewesen und wie wir, wenn wirdie Geschichte jener erforschen wollen, auf diese angewiesenwerden. Den Fabelkreis der Nibelungen finden wir nicht nurin einer eigenthümlichen Gestalt im Norden wieder, sondernauch, was uns einst zugehört hat, was aber in der Unachtsam-keit einer übermüthigen Zeit verloren gegangen, in Übersetzungenaus dem 13. Jahrhundert erhalten. So müssen wir die nor-dischen Sagen einer sorgfältigen Untersuchung unterwerfen,theils um auf die erste Entstehung des grossen Epos, auf denKeim desselben, zu gelangen, theils um so soviel, als es ver-stattet ist, unser verlorenes Eigenthum wieder zu gewinnen.Nach dieser doppelten Rücksicht wird die Sammlung geordnetwerden. Die Quelle derselben wird erstlich die in Deutschlandäusserst seltene und soviel uns bekannt nur auf der GöttingischenBibliothek vorhandene gedruckte Sammlung von Biorner (Nor-diska Kampa Dater. Stockholm 1737. Fol.) sein; wir wer-den daraus die vor allen wichtige Wolsunga, Norna Gesturund Ragnar Lodbroks Saga entnehmen. Sodann befindenwir uns in der glücklichen Lage, Abschriften von nordischenManuscripten erhalten zu können, so wie uns der Katalog von