Druckschrift 
2 (1882)
Seite
411
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SAMLINGAR FÜR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG. 4H

Überbleibsel erkennt. Man hat nach genauer Untersuchungdes Denkmals selbst mit Hilfe der ältesten Beschreibung einenVersuch gemacht, diesen Tempel in seiner ursprünglichen Gestaltdarzustellen; die Abbildung davon auf Taf. 25. Die altenKlöster in Schweden hat der Bischof Ryzelius in seiner Mona-steriologia sviogothica beschrieben, so wie die alten Schlösserund Burgen in der Sviogothia munita. Man sieht in diesemWerke verschiedene Abbildungen von alten Schlössern undWikingsraubnestern. Übrigens sind neben der Darstellung desehemaligen Tempels zu Upsala auch Ruinen bei Sigtuna ab-gebildet.

Fünfte Klasse: Bracteaten und Münzen. Ein Theilder alten Münzen sind nicht zweiseitig, sondern bestehen auseiner dünnen Platte, die meist von Silber ist und in welcheFiguren eingedrückt sind. Ob man gleich auf einigen der altenMünzen Runen sieht, so kann man doch mit Sicherheit nichtbehaupten, dass vor König Olof Schosskönig Münzen in Schwedenseien geschlagen worden, und die man ihm gewöhnlich zu-schreibt, scheinen englische zu sein. Merkwürdigkeiten dieser 1835Art findet man beschrieben in Berchs thesaurus numm. sviogoth.

Sechste Klasse: Werkzeuge, Waffen und Schmuck,Opfergeräthe, Heiligthümer, Trinkhörner, Urnen.Der Verf. übergeht diese Klasse hier und verweist auf seinefrüheren Werke, die Einleitung in die Kenntnis der vater-ländischen Alterthümer und die Nomenclatur nordischer Alter-thümer.

Siebente Klasse. Sie befasst die Alterthümer, die inMuseen nicht aufstellbar sind und deren Kenntnis nur durch,eine Reise in das Innere des Landes kann erlangt werden. DieWenigsten haben sie mit eigenen Augen zu sehen Gelegenheitgehabt, und sorgfältige Abbildungen sind hier vorzüglich einBedürfnis. Der Verf. hatte sie früher in Hügel und Stein-setzungen eingetheilt, da aber beide Manches gemein haben unddie Steinsetzungen oft nur zur Verzierung der Hügel dienen,so trennt er hier beiderlei Denkmäler nicht und nimmt Rück-sicht auf den Zweck ihrer Errichtung. Zuerst also betrachteter die Denkmäler, welche auf den Gottesdienst Bezug haben.