356 VAN HET LETTERSCHRIFT DOOR MR. W. BILDERDIJK.
griechischen x; bei dem D, einer blossen Nuance des Lautes,ist der Strich nur, ohne die Feder abzusetzen, herumgezogen;dieselbe Erscheinung im hebräischen £p. Das S zeigt die beimZischen gekrümmte Zunge nicht bloss in dem lateinischen undgriechischen s, auch im hebräischen D, wovon das griechische <jnur die umgekehrte Figur ist. Das spätere griechische 2 istdurch Zufügung, das griechische C durch Auslassung einesTheiles des ursprünglichen Zeichens entstanden, als man inden Buchstaben die Bedeutung nicht mehr sah. Das Z istnichts als ein umgekehrtes S. Das hebräische 1 und 2J abermalsdieselbe Figur.
Endlich die Labiallaute. Das B Abbild beider Lippen, dieUnterlippe dicker, nur der Stab ist hinzugefügt. Ein Holz-schnitt, die Lippen in groben Umrissen darstellend, macht allesnoch viel anschaulicher. Das hebräische 2 soll dieselbe Ab-bildung liefern, nur ohne Stab und ausgefüllt. Das P schliesstdie Lippen zusammen, vielleicht ist es auch nur eine Verschie-denheit von F. Was aber das F betrifft, so bildet es ab (und58 ein Holzschnitt versinnlicht das abermals noch mehr) die Aus-blasung, wobei die Unterlippe eingezogen wird; das hebräischep| stellt dasselbe nur umgekehrt vor, und gibt man das zu, darfman sich auch nicht weigern, im arabischen J> wieder denblasenden Mund zu erkennen. Das M zeigt die Lippe vonvorne,-nämlich die Stäbe von beiden Seiten fallen weg, und wasin der Mitte bleibt, der Winkel, wird sanft gekrümmt; damitsoll man den althebräischen Buchstaben vergleichen. Bei demN gilt auch nur der Querstrich, welchen man sich gekrümmtvorstellen muss, der dann ein Bild der Zunge ist, wie sie gegenden Gaumen drückt.
Vocale können, wie schon vorhin bemerkt ist, nach diesemSystem nicht bezeichnet werden, weil bei einem blossen Aus-hauch die Sprachwerkzeuge nicht thätig sind. Indessen zeigtuns Hr. Bilderdijk einen Ausweg, den man gefunden habe.Ein Strich bezeichnet die Ausathmung, und zwei Striche, ent-weder parallel laufend oder sich mehr und weniger erweiternd,bilden den allgemeinen Vocal. Bei dem A zeigt sich diesdeutlich, noch mehr, wenn man an die liegende Gestalt im