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2 (1882)
Seite
305
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SYMBOLAE AD GEOGRAPHIAM VON WERLAUFF. 305

Namen seltsam; wenn Suhm in seiner kritischen Geschichtedarunter Herborn und Dillenburg vermuthet, so hat das nichtsfür sich, als die sehr entfernte Ähnlichkeit im Klang und denUmstand, dass beide Orte nicht weit von einander zwischenPaderborn und Mainz liegen. Die Gnitaheide, wo Sigurdden Fafner tödtete, ist aus den Liedern der Edda hinlänglichbekannt, aber nicht wo sie lag und was der Name an sich be-deutet, denn Nussheide, wie die grosse Kopenhagener Ausgabeder Edda (II, 871) erklärt, ist gewiss falsch. An sich magjene Stelle, der alten Fabel nach, richtiger sein, als bei derStadt Luna in Italien (S. 20) die Bemerkung:I Lunu söndumkalla sumir menn ormgard er Gunarr var i settr." In demSand bei Luna, sagen einige, sei die Schlangenhöhle gewesen,in welche Gunarr gesetzt wurde. Gleichwohl ist weder diese 517Beziehung auf den Untergang des Helden, wie er in der Eddaerzählt wird, noch der Umstand zu übersehen, dass schon im12. Jahrhundert Isländer die alte Sage ins Ausland und selbstin die weite Ferne versetzten. Der andere. Weg von Stadenach Mainz hält sich östlich. Valfoburg ist dunkel, und Hana-brninburg kann seiner Lage nach sehr wohl Hanover sein: aberwie ist das Wort selbst zu verstehen? Der Verf. macht aus derErklärung von Hanover (in den Urkunden Hanovere) durchhohes Ufer alta ripa den isländischen Namen deutlich, als eineblosse Übersetzung: Hanabruinburg, nimmt er an, bestehe aushär, altus, und brün, crepido, was immer eine scharfsinnigeVermuthung bleibt. Soviel als Beispiel, was aus der Schriftzu lernen ist, und dass auch nach den zahlreichen und ge-lehrten Erläuterungen des Hrn. Prof. Werlauff, welche S. 3234einnehmen, noch Dunkeles zurückbleibt. Als Anhang folgt einealte Ichnographie von Jerusalem nach dem Original sauber inKupfer gestochen; dabei eine Beschreibung einiger Merkwürdig-keiten des heiligen Landes, dergleichen Meusel bibl. hist. I,P. II, S. 174 ff. anführt. Sie steht in zweien der oben ange-führten . Handschriften. In den Anmerkungen kommen auch

noch Auszüge aus der Kyrialaxsage vor.

[anonym.

W. GRIMM, KL. SCIIlilHTKN. II. 20