• NORDISK ARCHÄOLOGIE VED FINN MAGNUSSEN. 291
nungen, zwar gewöhnlich Rauchstuben, waren doch auch vonStein und hiessen dann hallir, sie bestanden auch wohl ausmehreren Etagen (darüber wären deutliche Zeugnisse erwünscht).Die Tempel werden in den alten Denkmälern prächtig be-schrieben; sie waren gross, weil sie zugleich zu Versammlungs-orten! dienten (25). Nicht minder prächtig die Wohnungender Grossen: sie waren den Beschreibungen nach mit Gemäldenund Bildhauerarbeit geziert. Als Beispiel das Haus des OlafHöskuldsen, wegen seiner Prachtliebe Pfauvogel genannt (26—36).Ein Hof (gardr) bestand aus lauter einzelnen, zu verschiedenenZwecken eingerichteten Gebäuden (so wie wir es in altdeutschenGedichten beschrieben finden). Einige hatten Herd mit Rauch-fang in der Mitte, andere waren zum Schlafen bestimmt, selbstBadhäuser befanden sich darunter (37 — 41). Von den soge-nannten Riesenkammern, in denen sich eine rohe, aber gewaltige,ungeheure Kräfte erfordernde Bauart zeigt. In ähnlichem Stildie Steinkreise, Bautasteine, Grabstätten (42—66). UnterirdischeGebäude, deren Bestimmung man nicht kennt; dabei, wie auchanderwärts, nimmt der Verf. Rücksicht auf Schottland. Ver-1661glaste Mauern, Glasburgen, vitrified forts (71 — 73). Rokke-steine, die sonst mit der druidischen Lehre zusammenhängen,in Norwegen und Schweden (74). Jetzt die schwierige Frage:warum haben sich von jenen prächtigen Tempeln und Gebäudengar keine Überreste erhalten? Unter anderen wird auch dieVermuthung angeführt, es könnten christliche Kirchen daraufgebaut worden sein (82).
Der Verf. kommt auf die Kunstfertigkeiten der alten Skan-dinavier. Die Malerei sei ja auch in Deutschland alt, wird be-hauptet und auf eine Stelle über eine kölnische Schule im„Heldenbuch" (es ist die bekannte Stelle im Parcifal gemeint)hingewiesen. Sogar die Malerei auf den Schildern bei Tacituswird mit aufgeführt (89. 90). Beschreibungen von Gemäldenaus den alten schriftlichen Denkmälern (93—96); darnach wärensogar die Wohnungen mit historischen Malereien geziert ge-wesen (97). Bildhauerei (99). Zeugnisse darüber. Beschrei-bungen von fünf Bildsäulen Thors nach den Sagen (113—129).Von weiblichen Bildsäulen weiss man wenig (130). Resultate:
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