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der Heimskringla beweist, ausserhalb Skandinaviens in südlicheLänder, d. h. nach Deutschland versetzt; überhaupt woder Ausdruck südlich vorkommt, scheint er nichts anderes alsdeutsch zu bedeuten. Frankenland, die Berge des Rheins,Weinberg, ßurgunden sind deutsche Namen. Die Rechts-gebräuche der hier in die Fabel selbst tief eingreifenden127 Mordsühne und des Kesselgriffs sind deutsch, d. h. kommen indem von Deutschland getrennten Norden nicht vor. Der merk-würdige Umstand, dass in Gudrunarsvaut (S. 526) Haugniallein der Mörder Sigurds genannt wird, kann nur auf eineder deutschen ähnliche Gestaltung der Sage sich beziehen.Selbst die Einmischung des Dieterich von Bern, wes-halb das dritte Gudrunenlied angefochten wird, ist, wenngleichspäter, doch nicht durch einen Zufall erfolgt; wer irgend einigeKenntnis der deutschen Sage gehabt hätte, würde den altenHildebrand nicht neben jenem vergessen haben. Selbst einzelneAusdrücke sind hier merkwürdig: berfiall, Bärinfell, ist inHinsicht beider Wurzeln in den nordischen Sprachen nicht vor-handen (man hat zwar biörn, aber berr oder beri findet sichnicht), wohl aber bei uns, und zeugt nicht bloss, wie dasGlossar anmerkt, von der frühen Verwandtschaft der Sprache,sondern hier auch wohl der Sage; ebenso ist habein n, hoch-bein, eine ganz deutsche Zusammensetzung, während bein inder Bedeutung von pes wohl in der nordischen Sprache nichtvorkommt. Auch das vorhin schon berührte ividgiarn scheinthierher zu gehören. Eine genauere Ausführung dieses Ver-hältnisses erfordert eine eigene Arbeit, die man am natürlichstenvon einem Deutschen erwartet. Wir würden dabei keineswegsdahin streben, diese eddischen Lieder etwa als freie Über-tragungen aus dem Deutschen oder irgend abhängig davon dar-zustellen, sondern nach einer noch grösseren Bestätigung derAnsicht, welche sie als ein Gemeingut beider Völker betrachtet,und zwar nicht bloss aus dem asiatischen Mutterlande her,sondern auch noch aus der Zeit, welche wir die germanischenennen. Dann steht das Hildebrandslied nicht mehr allein, undes wird begreiflich, dass man noch im 11. Jahrhundert inDeutschland die Sage von Hamdir Saurli und Erpur (s. die