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2 (1882)
Seite
251
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EDDA SAEMUNDAR II. 251

Lied von Atli. 19) Die grönländischen Lieder vonAtli. 20) Das Lied von Hamdir. 21) Der Gudrun Auf-reizung. Hierbei ist zu bemerken, dass Nr. 5 und 14 nurkurze prosaische Stücke enthalten und nicht mehr die Liederselbst, so dass deren in der That nur 19 sind. Dagegen istnoch zugefügt 22) Gröu Galdr, Zauberruf der Gröa, der abernicht hierher gehört, sondern als eine Zugabe zu den mythischenLiedern des ersten Bandes zu betrachten ist. Als Anhang istGunnars-Slagr (fidicinium Gunnaris), eine neuere, aber ge-schickte Nachahmung, mitgetheilt. Das erste Lied vonWölund steht hier nur in einer entfernteren Beziehung auf den.Fabelkreis, hätte aber, zumal da sich die nähere Verflechtungdamit aus der Wilkinasaga ergibt, nicht fehlen dürfen. Diedrei Helgenlieder und das Bruchstück von Sinfiötles Tod sindgleichsam die Vorgeschichte der Fabel, deren engeren Ring diesechszehn oder, nach obiger Bemerkung Nr. 14 nicht mitgezählt,die fünfzehn Rhapsodieen Nr. 6 bis 21 bilden. Bei den Über-schriften scheint uns das Zusammenfassen und die daher ent-standenen Unterabtheilungen in Ziffern nicht günstig; so ver-wirrt man leicht Nr. 6. 7. 8 und 10, und es ist viel natürlicher,Nr. 6 bloss Gripisspä und Nr. 8 Fafnismäl zu nennen.

Was zuerst den Text betrifft, so liegt die beste Handschriftvon' Pergamen auf der königl. Bibliothek zu Grund, eine nochvorzüglichere auf der Universitätsbibliothek besteht leider nuraus sieben Blättern; unter den papiernen, welche benutzt sind,ist die Suhmische anzumerken, weil sie eine andere Recensionals die königliche enthält, wenigstens nach der Meinung desGudmund Magnäus; man vergleiche deshalb S. 326 N. d.Die Feststellung und Vergleichung des Textes und Ausarbeitungder Noten war zwei Stipendiaten des Arnamagnäanischen Instituts,Gudrnund Magnäus, der schon am ersten Bande gearbeitet 118hatte, und John Johnson, dessen schon oben [Hermes S. 7]bei der N iäla-Saga rühmlich gedacht ist und der gleichfalls beimersten Bande thätig gewesen, aufgetragen; beide waren Isländer,um des grossen Vortheils, welche diesen die Muttersprache bei Er-klärung der alten Gedichte gewährt, nicht zu entbehren. Jetzt.zeigte sich jenes Schicksal, das die Herausgabe der altnordischen