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2 (1882)
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226 STURLÜNGA-SAGA.

1229 STURLUNGA-SAGA

edr Islendinga-Saga hin mikla. Nu ütgengin ä prent ad tilhlutun hins islenskabokmentafelags eptir famanburd hinna merkilegufta handarrita er fengift gatu.Fyrra bindini. Kopenhagen 1817. 227 S. in 4 und XIX S. Vorrede. Fyrrabindinis fidari deild. 1818. 260 S. in 4. (d. h. Geschichte von dem Geschlechtder Sturlungen oder die grosse Geschichte der Isländer. Auf Veranstaltungder Isländischen Litteraturgesellschaft nach den vorzüglichsten Handschriftenjetzt in Druck gegeben. Des ersten Bandes erster und zweiter Theil.)

Göttingische gelehrte Anzeigen. Bd II, 123. St., den 2. August 1819.S. 12291230.

XMgentlich Jahrbücher der isländischen Geschichte, welchein einem gewissen Zusammenhang die Zwistigkeiten und Be-fehdungen der ersten Geschlechter unter einander darstellen. Siebegreifen einen Zeitraum von ungefähr 150 Jahren, indem siemit dem Jahr 1116 anfangen und mit der freiwilligen Unter-werfung der Insel unter den König von Norwegen HagenHagensen im Jahr 1261 endigen. Da diese inneren Unruhenüber die ganze Insel sich ausbreiteten, ja sie verwüsteten, soheisst die Sage mit Recht die grosse isländische Ge-schichte; indessen kommt ihr auch der Name der Stur hingen -Sage zu, weil dieses Geschlecht als das herrschende undmächtigste eine Hauptrolle darin spielt. Auch an äusseremUmfang ist es eine der grössten, und dieser starke Band ent-

1230 hält nur die erste Hälfte. Da sie zunächst für Isländer be-stimmt ist und die Ausgabe sonst zu kostbar würde, ist manvon der gewöhnlichen Sitte abgegangen und hat ohne Begleitungeiner lateinischen oder deutschen Übersetzung bloss den Original-text, aber diesen mit der gewöhnlichen Sorgfalt geliefert. Wasden inneren Werth betrifft, so darf man an der historischenWahrheit der Erzählung in modernem Sinne nicht zweifeln,und in dieser Rücksicht wird gegenwärtige Sage über alleanderen zu stellen sein; dagegen fehlt ihr, was die älteren, voneiner poetischen Anschauung durchdrungenen auszeichnet: jeneFrische und Lebendigkeit der Darstellung. Man lieset dieseAnnalen der ganzen Insel mit weniger Theilnahme, als jene