ÜBER DEN URSPRUNG DER ISLÄNDISCHEN POESIE VON RÜHS. 153
auch den gelehrten Olafsen, wacker in die Schule nimmt, derdemnach „die Elemente der richtigen und gründlichen Wort-forschung nicht begriffen hat."
Folgendes ist vor dem Schluss gewissenhaft zu bemerken.Zu den Worten in der Eec. S. 974 [= oben S. 93] „im Ags.heisst nicht Thundr, sondern Thunor der Donner", setze man 227hinter nicht: „oder ganz ungewöhnlich". Es hat auf das Re-sultat natürlich keinen Einfluss und wird bloss der Vollständig-keit wegen bemerkt; auf jeden Fall ist die Inconsequenz desHrn. Rühs zu berichtigen, womit er gleich neben thundr denüen. thunres modur nach der gewöhnlichen Form anführt.Dass Hr. Rühs jene Form erdichtet, davon steht auch nicht einWort in der Recension, wiewohl er hier S. 10 in schöner Sicher-heit behauptet, es werde ihm „geradezu vorgeworfen"; auf keinenFall hätte er es absichtlich gethan, sondern unschuldig, wiebei der Person Werdur, bei Urda und oben bei freah, woer jetzt noch nicht weiss, wie er dazu gekommen. — S. 968[= oben S. 87] ist bei räsir wegen eines kleinen, wahrhaftigunschuldigen Versehens um Verzeihung zu bitten. In seinenCollectaneen fand Rec., dass Peringskjöld in den Noten zuCochlaei vita Theodorici anführte, auf einer westgothischenMünze unter dem Bilde des Königs stehe ressmadr tapfererMann, und das sei noch jetzt üblicher Ausdruck. Rec. besitztdas Buch nicht selber; weil hier nun gar nichts dadurch ent-schieden werden sollte, sondern es nur eine Bestätigung dervorangehenden Meinung war, so fügte er, ohne nachzusehen,die Anmerkung hinzu. Hr. Rühs, der das Buch besitzt, hatso gut, wie jeder, der es nachsieht, gemerkt, was Schuld andem unrichtigen Citat war, es auch redlich gesagt, doch aber,um sich selber nicht zu verkürzen, einen anderen Fall S. 37und 38 mit mehr Lust und Anhänglichkeit, auch mit reicherenFolgerungen durchgeführt. Rec, nun aufmerksam gemacht,erkennt freilich bei genauer Betrachtung selber deutlich genug,dass nicht unter dem Königskopf, sondern unter dem Reutereine Inschrift steht, die sehr unleserlich, und dass jenes eineblosse Conjectur ist. Man streiche also diese zweifelhafte Be-merkung; wie gesagt, in der Sache ändert sich dadurch nichts,