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2 (1882)
Seite
142
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142 ÜBER DEN URSPRUNG DER ISLÄNDISCHEN POESIE VON RÜHS.

sein Satz bleibe doch wahr; ja noch mehr, selbst einzelne Bei-spiele, die etwa in Norwegen, Schweden oder Dänemark nach-gewiesen würden (nach dem Buch S. 114 warkeine Spur"dort zu finden), verschlagen ihm nichts, diesekönnen nur alsNachahmung gelten." Er verlangt jetzt alliterirende Gedichtein Norwegen, Schweden und Dänemarkin bedeutender An-zahl" nachgewiesen, ehe er entkräftet werde. Wenn Hr. Rühserst dahin gebracht wird, zu sagen, wie er es eigentlich meint,weiss er sich zu sichern.

Was den zweiten Satz betrifft, so sieht man aus den vorhinangezogenen, S. 115 der Rühsischen Edda befindlichen Worten,wie er aufgestellt war; Die als Beispiel gegebenen 50 Wörtersollten sich weder in der nordischen (d. h. bei Hrn. R. is-ländischen) Prosa noch sonst in den übrigen Dialekten finden.Auch andere Äusserungen z. B. diese Worte seien der ge-wöhnlichen nordischen (isländischen) Sprache und den nor-dischen Dialektenganz fremd und niemals ins Lebenübergegangen" S. 91. 118; ferner:dass die Ags. sie von dennordischen Völkern geborgt haben, kann man nicht annehmen,weil sich nicht begreifen lässt, warum sie in den übrigenskandinavischen Mundarten ausgestorben sind und sichnur im Isländischen erhalten haben" S. 119, meint Rec,lassen am wenigsten eine mildere Ansicht hinter jenem Aus-spruch vermuthen. Allein jetzt erklärt Hr. Rühs den Satz erstrecht in seiner wahren Bedeutung und weiss es dem Rec. an-zurechnen, dass er sie nicht gefunden, während dieser sich vorder Anklage einer Verfälschung gefürchtet, wenn er sie hinein-gelegt hätte. Nämlich Hallische L.-Ztg. 1812. No. 318 [S. 850]:das Treffende und Bindende meines Beweises liegt gar nichtin der Identität der Wurzel in anderen germanischen Dialekten,sondern in der Form" (Form ist hier in der Schrift S. 22auch noch erklärt durch:Schreibung");ganz in derselbenForm und Bedeutung müssen die Wörter in der isländischenProsa oder in den übrigen nordischen Dialekten nachgewiesenwerden." Ferner hier S. 17 und 18:beide Sprachen (Ags. undIsl.) gehören zu einem Stamme; es ist daher natürlich, dass die215 Wurzeln der Wörter oft vorhanden sein müssen, aber eben dieAusbildung und genaue Bestimmung bildet den Dialekt; da-