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1 (1881)
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582 ERZÄHLUNGEN.

BROD UND SALZ MIT GOTTES SEGEN.

ALTE SAGE; MITGETHEILT VON WJLH. GRIMM.Gesellschafter. 1818. 37. Blatt. Freitag, den 6. März. S. 147.

Jjis ist gemeiner Brauch unter uns Deutschen, dass der,,welcher eine Gasterei hält, nach der Mahlzeit sagt:Es istnicht viel zum Besten gewesen, nehmt so vorlieb." Nun truges sich zu, dass ein Fürst auf der Jagd war, einem Wildenacheilte und von seinen Dienern abkam, also dass er einenTag und eine Nacht im Wald herumirrte. Endlich gelangteer zu einem Köhler, der vor der Thüre seiner Hütte stand. Dasprach der Fürst, weil ihn hungerte:Glück zu, Mann, washast du zum Besten?" Der Köhler antwortete:Ick hebbeGott un allewege wol (genug)."So gieb her, was du hast",sprach der Fürst. Da gieng der Köhler und brachte in dereinen Hand ein Stück Brod, in der andern einen Teller mitSalz; das nahm der Fürst und ass, denn er war hungrig. Ober gleich gern dankbar gewesen, so hatte er doch kein Geldbei sich, darum löste er den einen Steigbügel ab, der von Silberwar, und gab ihn dem Köhler. Dann bat er, dass er ihn aufden rechten Weg brächte, was auch geschähe.

Als der Fürst heim gekommen war, sandte er Diener aus,die mussten diesen Köhler holen. Der Köhler kam und brachteden geschenkten Steigbügel mit. Der Fürst hiess ihn willkommenund zu Tische sitzen, auch getrost sein, es sollt' ihm kein Leidwiderfahren. Unter dem Essen fragte der Fürst:Mann, esist diese Tage ein Herr bei dir gewesen, sieh herum: ist derselbehier mit über der Tafel?" Der Köhler antwortete:Mi duicht,ji sünd et wol sülvest", zog damit den Steigbügel hervor undsprach weiter:will ji düt Dink wedder hebben?"Nein",antwortete der Fürst,das soll dir geschenkt sein, lass dir'snur schmecken und sei froh und lustig." Wie die Mahlzeitgeschehen und man aufgestanden war, gieng der Fürst zum