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ÜBER DIE ELFEN. 481

cernentibus ligatis a dorso manibus daemonem adduxit. Daemonadhuo in eadem urbe degit et in variis frequenter formisapparens neminem laedit. Hunc vulgus Gobelinumappellat et per merita S. Taurini ab humana laesione coercitumusque hoc affirmat.

6) Poenitentiale in einer Wiener Handschr. aus dem12. Jahrh. (Cod. univ. 633); wahrscheinlich ist das Werk älter.

fol. 12. Fecisti pueriles arcus parvulos et puerorumsutularia et proiecisti eos in cellarium sive in horreumut satyri vel pilo'si cum eis ibi iocarentur et tibi aliorumbona comportarent et inde ditior fieres.

Den Hauswichtlein werden, da sie klein sind, Kinder-spielsachen, in den Keller oder die Scheune, ihren gewöhn-lichen Aufenthaltsort, hingelegt: ein Bogen, um kleine Pfeileauf die Menschen abzuschiessen und sie damit, wie sonst mitSteinchen zu necken, denn der gefährliche Elfenpfeil derschottischen Sage hat gewiss sein Gegenstück in einem unschäd-lichen. Ein Paar Kinderschuhe, das sind die sutularia (beiNotker, Capella 16. 37 sufteläre, petasus, subtalare, was manunter den Fuss bindet, sie wurden nur bei Nacht und imSommer getragen, s. Du Gange), denn die Wichte lieben Klei-dungsstücke über alles. Das thut der Hausherr, damit derlistige Kobold andern heimlich etwas (meist Nahrungsmittel)stehle und es ihm bringe, denn wo er haust, da ist Zuflussvon allen Dingen.

7) Radevicus (im 12. Jahrh.) de gestis Frid. I. L. II.c. 13 bemerkt die Vorzeichen, ehe die Kirche zu Freisingenabbrannte, darunter:

Pilosi, quos Satyros vocant, in domibus plerumqueauditi.

Man hört nämlich die Kobolde in den Häusern klopfenund pochen, als Warnung, wie die Wichte dem Bergmannden Tod anklopfen (Deutsche Sagen No. 47) und die Haus-geister Unglück voraus verkündigen.

8) Hieran schliessen sich die in den vorigen Abschnittenangeführten Stellen aus dem Gervasius Tilburensis, dessen Otiaimperalia in das 13. Jahrh. gehören, worin der Glaube von

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