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1 (1881)
Seite
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ÜBER DIE ELFEN. 475

Musik und Tanz, durch Versprechungen wunderbarer Geschenkeoder eines glückseligen Lebens die Menschen an sich zu locken;davon enthalten die schottischen und dänischen Sagen (Thiele I,58) Beispiele genug. Wie etwa Homer von den Geistern er-zählt, dass sie Blut begierig einsaugen, um das Gefühl desLebens zu erlangen, so scheinen diese geisterhaften Wesenihren Kreis durch die geraubten jugendlichen Menschen zuerfrischen oder wieder herzustellen, welches in Wales wirklichVolksglaube ist.

Am häufigsten vollbringen sie Diebstahl durch Vertau-schung. In den deutschen Hausmärchen (No. 11. 135) wirdmehrmals erzählt, dass an die Stelle einer schönen Frau wäh-rend des Wochenbetts die hässliche Tochter einer Hexe seivertauscht worden (vgl. Thiele I, 89). Sie sollen die Kinderder Elfen säugen, das sagt die schottische Sage ausdrücklich.Doch gewöhnlich ist es ein neugebornes rothwangiges Kind,dem der Platz in der Wiege von einem Wechsel balg ge-raubt wird. Der irische und schottische Glaube darüber istso ausführlich abgehandelt, dass nur die grosse Übereinstimmungder deutschen Sagen (No. 81. 82. 87 90) und der nordischen(Thiele I, 47. II, 1) anzumerken ist. Das Alter desselben be-zeugt auch eine zugleich ihres Inhalts und ihrer schon obenangezeigten Ähnlichkeit mit einer noch lebenden schottischenSage wegen wichtige Stelle des Gervasius von Tilbury OtiaImper. 987.

Sed et dracos vulgo asserunt formam hominis assumereprimosque in forum publicum adventare sine cuiusvis agitatione.Hos perhibent in cavernis fluviorum mansionem habere et nuncin specie annulorum aureorum supernatantium aut scyphorurnmulieres allicere ac pueros in ripis fluminum balneantes. Namdum visa cupiunt consequi, subito raptu coguntur ad intimadelabi, nee plus hoc contingere dieunt quam foeminis lactantibus,quas draci rapiunt, ut prolem suam infelicem nutriant et non-nunquam post exaetum septennium remuneratae ad hoc nostrumredeunt hemispherium; quae etiam narrant, se in amplis palatiiscum dracis et eorum uxoribus in cavernis et ripis fluminumhabitasse. Vidimus equidem huiuscemodi foeminam raptam,