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1 (1881)
Seite
471
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ÜBER DIE ELFEN. 471

nach: Hinzelmann flog in Gestalt einer Feder neben dem Herrnher, andere kriechen in ein Fass und gucken bei der Abfahrtzum Spündloch heraus, oder sitzen hinten auf dem Karrn(Deutsche Sagen No. 72. 44, vgl. Anmerkung zu dem irischenMärchen No. 12). Sie wohnen gewöhnlich unten in dem Kellerund in der Nähe der Küche. Der irische Cluricaun durch-sucht alle Weinkeller.

Der Hausgeist behält den Charakter des Elfen bei, er istbehend, schalkhaft, gutmüthig und nur, wenn er beleidigt wird,zu heftiger Rache geneigt (vgl. No. 74 und 273, Thiele III, 8.61), in allen Arbeiten höchst geschickt und unermüdlich, angeheimen und übernatürlichen Kräften unerschöpflich;er dieneteim so sin kneht, allerhande dinge was er im gerehf, heisstes übereinstimmend von Eiberich im Nibelungenlied (V. 405)[100, 1. 2], und dem Otnit leistete er, obgleich selbst ein König,jeglichen Dienst. Nur scheint der Hausgeist einige Stufen herab-gesunken zu sein und menschlichere Bedürfnisse zu fühlen. NachSpeise undKleidung zeigt er überall deutliches Verlangen. DieSpeise muss jedesmal an den bestimmten Ort gestellt werden,sonst zürnt er aufs Ausserste (Deutsche Sage No. 73 und Anm.zu dem irischen Märchen No. 12. Dänische Sage bei Thiele I,135); um die Kleidung scheint er ordentlich zu dienen. Manch-mal verschwindet er, wenn er sie empfangen hat, das erzähltübereinstimmend eine schottische und holländische Sage (Ol.Wormii epist. II, 669) und ein deutsches Märchen (No. 39, I),am deutlichsten aber die mecklenburgische Sage (in HederichsSchwerin. Chronik) von Pück, der sich einen bunten Rock mitSchellen ausbedingt, eh' er in Dienst geht, und den er beiseinem Abschied anzieht. Verlässt er das Haus, so schenkter gewöhnlich einige wunderbare Stücke, die bei der Familiemüssen erhalten werden, oder sie sinkt in Verfall.

Glück verbreitet sich in dem Haus, das einen Elfen be-sitzt, das Vieh gedeiht besser als an andern Orten und wirdvon keiner Krankheit befallen, alle Unternehmungen gelingen.Nachts, wo der Geist am meisten thätig ist, denn er lässt sich,wie schon oben bemerkt ist, nicht gerne sehen und belauschen,verrichtet er dem Gesinde, falls er gut mit ihm steht, die sauerste