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1 (1881)
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456
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456 ZU DEN MÄRCHEN.

VII. SPRACHE.

1) Die Edda schreibt den Elfen eine eigene von der derGötter, Menschen und Riesen verschiedene Sprache zu, derenAusdrücke für die grössten Naturerscheinungen im Alvtsmdl auf-gezeichnet werden. Ungefähr ivie Homer an mehrern Stellenzwischen göttlichen und menschlichen Benennungen unterscheidet.Benterkenswerth ist, dass das Echo in dem nordischen VolksglaubenDvergmäl oder Bergmdl d. h. Zwerg- oder Bergsprache genanntwird (Vgl. Biöm Haldorson I, 73 a und Fdröiske Qväder, Ran-ders 1822, S. 464. 468). In Wales haben die Unterirdischeneine eigene, ganz verschiedene Sprache, von der ein Mensch, derbei ihnen gewesen war, einige Worte gelernt hatte.

2) Die Elfen reden ganz leise. Auf Man hörte Waldronein Wispern, das nur von ihnen herrühren konnte. Auch inSchweden ist ihre Stimme leis, wie die Luft. Hinzelmann(Deutsche Sagen I, S. 104. 111. 113) hatte die feine Stimmeeines zarten Knaben.

3) Dagegen der hässliche, verschrumpfte Elfe in der irischenSage (unten S. 45) spricht mit einem schnarrenden und schnei-denden Ton, der den Menschen erschreckt. Als Wechselbalgspricht er gar nicht, heult und schreit aber zum Entsetzen, undwird er genöthigt, so klingt seine Stimme wie die eines uraltenMannes (unten S. 37).

4) Verschiedene Waldgeister schreien laut und brüllen. Derserbischen Vile wird die Stimme des Spechts zugeschrieben.

VTH. NAHRUNG.Die Elfen bedürfen einiger zarter Nahrung; erst wenn siein nähere Verbindung mit den Menschen treten, scheint Ver-langen nach gröberer Speise zu entstehen. In Irland schlürfensie Thautropfen ein; sonst scheint süsse Milch ihre eigen-thümliche Nahrung zu sein. Nicht selten wird ihnen nach dendeutschen Sagen (No. 38. 45. 75. 273. 298) eine Schüssel vollhingesetzt; und in Wales herrscht gleiche Sitte. Einem Berg-geist in der französischen Schweiz ward jeden Abend ein Napfvoll süsser, frischer Nidle (Rahm) auf das Dach des Vieh-