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1 (1881)
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440 ZU DEN MÄECIIEN.

1) Der hochdeutschen Sprache gebührt die Form alp, welcheseinfache Wort zwar in keinem einzigen alten Denkmal vor dem.13. Jahrhundert anzutreffen ist. unstreitig bloss, weil es an Ver-anlassung fehlte , eines heidnischen, von den Schriftgelehrten ver-achteten Begriffs Meldung zu thun. Der Ausdruck muss aber conuralter Zeit her gäng und, gäbe geiuesen sein. Eine Menge männ-licher und weiblicher Eigennamen sind, mit ihm gebildet und zu-sammengesetzt: Alpine, Alpirth, Alpköz, Alpkast, Alphart, Alpker,Alpicin, Alphdri, Alptac, AlphÜt, Alplint, Alploug, Alpsuint,Westralp, woraus zugleich erhellt, dass man sich dabei nichtsBöses noch Gehässiges dachte.

Die mittelhochdeutschen Dichter bedienen sich des Ausdruckshin und wieder, wenngleich im Ganzen selten. Gewöhnlich stehtdie männliche Form. In dem alten Meistergesangbuch 37b ruftein Dichter Gott an: got unde niht alp! Gott, kein Truggeist!Ungewiss ist im Parc. 46a [190, 22] zer wilder albe klüsen, welcheszwar heissen kann: zur Klause wilder Geister, aber auch zurwilden Alpklause, Bergklause (vgl. Bari. 194. gein den wildenalben und Parc. 62a [261, 28D] zer wilden muntäne). Deut-licher gehen folgende Stellen auf den Geist.

Ein fahrender Schüler (Altd. Wald. II, 55) nennt ein Mittel:

guot für den alp. Die meisten Anspielungen stellen in dem noch

ungedruckten Gedichte Ruoäigers von zieein Gesellen (Königsberg.

Ilandschr.) 12a

dich hat geriten der mar,

ein elbischez äs.

du solt daz übele getwas

mit dem kriuze vertriben;

set, daz hat man von iu -wiben,

swenne uns manne iht geschehe,

daz ir immer dez jehet:

uns triege der alp.

und gleich darauf:

dir enhät nieman niht getanwan so vil, daz dich zoumetein alp, davon dir troumet;der var der sunnen haz!

Die letzte Zeile ist eine auch sonst gebrauchte Verwünschungs-formel. Und 14b: