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1 (1881)
Seite
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ÜBER DIE ELFEN. 431

stohlene rechte Kind, legen es hin und nehmen das falschemit fort.

An der Ostküste von Schottland hat man einen besonderenGebranch, die Gefahr abzuwenden. Im März bei zunehmendemMond werden Zweige von Eichen und Epheu abgeschnitten unddavon Kränze geflochten, die man bis zum nächsten Herbstaufbewahrt. Wenn hernach jemand abmagert oder zusammen-fällt, so lässt man es dreimal durch diesen Kranz gehen.

Aber die Elfen streben auch nach Frauen, die der Ge-burt eines Kindes entgegensehen, und ebenso wie bei dem Dieb-stahl der Kinder, schieben sie ein falsches und lügenhaftesWesen unter.

Zu Glenbrown im Kirchspiel Abernethy lebte Johann Roy,ein muthiger Mann. Eines Abends gieng er über die Bergeund gerieth in einen Haufen Elfen, deren Art zu reisen schonanzeigte, dass sie jemand mit sich führten. Er erinnerte sichdaran, dass ihm gesagt war, die Elfen müssten für eine wennauch geringere zum Tausch dargebotene Gegengabe das, wassie hätten, loslassen. Johann Roy nahm seine Mütze ab, warfsie unter sie und rief:Das Meine ist Euer, das Eurige mein!"worauf die Elfen genöthigt waren, die Mütze zu nehmen undihren Raub aufzugeben, welcher in nichts anderem bestand, alseiner schönen Frau, ihrer Tracht und Sprache nach von sächsischerAbkunft. Mit vieler Freundlichkeit fahrte sie Johann Roy insein Haus, wo sie sieben Jahre lang mit der grössten Auf-merksamkeit behandelt wurde. Sie gewöhnte sich nach undnach an ihren neuen Zustand und ward als ein Theil der Fa-milie behandelt. Es ereignete sich, dassder neue König" diegrosse Landstrasse in dieser Gegend durch Soldaten anlegenliess. Johann Roy vergass seinen Widerwillen gegeneinenSachsen" und bot einem Hauptmann und seinem Sohn, welcheeine Abtheilung in der Nähe arbeitender Leute befehligten, beisich ein Unterkommen an, das sonst schwer wäre zu finden ge-wesen. Beide, Gäste und Wirth, waren bald sehr mit einanderzufrieden; nur war diesem unangenehm, dass jene seinen eng-lischen Findling immer so aufmerksam betrachteten. Einmalsagte der Vater zu seinem Sohn: «Mir fällt die Ähnlichkeit