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1 (1881)
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ÜBER DIE ELFEN. 417

schichte:Ihr seid die beiden Männer, die bei meinem Ur-grossvater wohnten und welche, wie man glaubte, von ThomasEymer nach Tomnafurich verlockt wurden. Eure Freunde be-klagten Euch sehr, doch hundert Jahre, die seitdem verflossensind, haben Eure Namen in Vergessenheit gebracht." Diebeiden Männer, erstaunt über das Wunder, das Gott an ihnengethan hatte, giengen, da es Sonntag war, in die Kirche; siesassen da und hörten eine Weile dem Geläute der Glocken zu,als aber der Geistliche zu dem Altar trat, seiner Gemeinde dasEvangelium zu verkündigen, wunderbar ist es zu sagen, so zer-fielen sie bei dem ersten Wort, das aus seinem Munde kam,beide in Staub.

Was die Art und Weise betrifft, wie jemand wieder ausder Gewalt der Elfen zu befreien ist, so sind die Überlieferungendarüber verschieden. Der gemeinen Meinung nach muss esbinnen Jahr und Tag geschehen und diese That kann nur amheiligen Abend bei dem jährlichen, feierlichen Zuge der Elfenvollbracht werden. Wer von den Leckerbissen, die ihm vor-gesetzt werden, das Geringste geniesst, verwirkt dadurch dieGesellschaft der Menschen und ist an die Elfen gebunden. Manglaubt, wer einmal in ihre Gewalt gefallen sei, dem werde eserst nach sieben Jahren erlaubt, zu den Wohnungen der Men-schen zurückzukehren. Nach abermals verflossenen siebenJahren verschwindet er wieder und wird dann selten noch ein-mal unter den Sterblichen erblickt. Die Berichte, welche sievon ihrer Lage geben, sind verschieden. Nach einigen führensie ein Leben ohne Rast und Ruhe und schweifen im Mond-schein umher, nach anderen bewohnen sie eine entzückendeGegend; aber schrecklich ist ihre Lage dadurch, dass eineroder mehrere jedes siebente Jahr dem Teufel geopfert werden.

Die Frau eines Pachters in Lothian war in die Gewaltder Elfen gerathen und während des Probejahrs erschien siemehrmals des Sonntags in der Mitte ihrer Kinder und kämmteihre Haare. Bei dieser Gelegenheit ward sie von ihrem Ehe-mann angeredet, sie erzählte ihm das traurige Ereignis, welchessie getrennt hatte, und gab ihm die Mittel an, wie er sie wiedergewinnen könnte; sie ermahnte ihn, dabei all seinen Muth zu-

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