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1 (1881)
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252 KÜNSTPOESIE.

Skofte (kommt).

Sieh, hier ist Skofte! Ist der DänenkönigNoch nicht zu Bett?

Harald.Man schläft nur allzuvielIn diesem kurzen Leben. Auf dem PolsterDer harten Riesensteine, auf der Höhe,Ist Zeit genug zu schlafen.

Skofte.

Nein, das LagerIst mir zu hart. Im heissen AschenhaufenDes Herdes schlaf ich lieber.

Harald.

Auch nicht ichWill in den kalten Staub geworfen sein,Nicht, dass mich Sturm umtose, einem SünderAm Wege gleich; in Roskilds Kirche willIch ruhn, im Chore oben soll man mauernDen königlichen Leichnam hoch erhabenIn einem Pfeiler und mit starken FarbenMich für der fernen Nachwelt Aug dort malen.So will ich nach dem Tode selbst noch leben.

Skofte.Doch wenn der Kalk nun abfällt von der Wand?Wenn im Gemäuer Kalk wird dein Gebein?

Harald.

So leb' ich fröhlich in der Skalden Dichten;Und länger hat kein Held es noch getrieben.

Skofte.Das ist nur Galgenfrist.

Harald.Vertreib die Zeit mir.

Skofte.Du willst die Zeit vertreiben, König Harald!Und dich will wiederum die Zeit vertreiben,Das geht ja auf!

Harald.Erzähl' ein Abenteuer!