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1 (1881)
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PALNATOKE VON ADAM ÖHLENSCHLÄGER.

Pantheon Eine Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst Herausgegeben vom

Dr Johann Gusta.v Büsehing und Dr Karl Ludwig Kamiegiesser Leipzig bei

C. Salfeld 1810 8. I. Band, S. 251-267.

-Harald Blauzahn, König von Dänemark, durch KaiserOtto zum Christenthum bekehrt und durch Popo, Bischof zuSchleswig, regiert, lebt in Unfrieden mit seinem Sohne, welcherdem Heidenthume treu geblieben ist und sich, begleitet voneiner Schaar tapferer Kämpfer, ebenfalls Heiden, die Herrschaftzur See angemasst hat. Unter ihnen ist Palnatoke der Vor-nehmste und dem alten Könige daher am meisten verhasst.Schon öfter hat er ihn gefährliche Proben bestehen lassen, inder Meinung,, er werde in denselben sein Leben verlieren; erhat endlich, da er sich gerühmt, der beste Schütze zu sein, ge-heissen, einen Apfel von seines Sohnes Haupte zu schiessen.Auch diese Probe hat der Held bestanden, jedoch vorher, wieTeil, einen Pfeil aus seinem Köcher mehr zu sich gesteckt unddem fragenden Tyrannen geantwortet: dass er für ihn bestimmtgewesen, falls er seinen Sohn erschossen hätte. Harald hatseinen Grimm unterdrückt. Palnatoke dagegen, von hohemZorne erfüllt über des Königs Betragen und tiefem Unmuth,dass die alte Kraft seines Vaterlandes unter der Hand einesTyrannen und eines gleisnerischen Priesters verloren gehe,stiftet mit wackeren Freunden einen Bund zu Gunsten desjungen Königs, beschliessend, sofern alles misslingen sollte, mitihnen, den Überresten alter nordischer Kraft, nach Usedom zuwandern und dort ein neues Reich zu gründen. Harald, demdieses hinterbracht wird, schliesst einen Scheinfrieden mit seinemSohne, lässt ihn aber heimlich aufheben und in einen Thurmwerfen, in der Absicht, dort ihn in einer tiefen Höhle unterSchlangen und anderem giftigen Gewürm umkommen zu lassen.In verrätherischer Absicht verfügte sich darauf Popo zu Palna-