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alte Wort in seine ursprüngliche Bedeutung zurückzurufen,namentlich auf den Fall, wo sie sich im Nordischen erhalten;die Grenze muss unserm Gefühle freilich überlassen bleiben.
Das erste bei einem Buche, vor allem bei einem poetischen,bleibt uns die lebendige Erkenntnis und das frische Eingreifenin das Dasein. Wir glauben dies am besten befördert, indemwir den Text auf diese Art so zugänglich als möglich machen.Wie aber jeder von einem andern Punkte die Welt betrachtetund wir nicht wissen, ob der unsrige auch andern gültig seinwird, so wollen wir, um nach unsern Kräften einem jeden denZugang zu öffnen, eine Art Paraphrase besonders hinzugeben,welche diese Lieder in das allgemein Geltende und Üblicheübersetzt. So gedenken wir auch die zu gewinnen, die ihreAugen nicht gern auf fremden Gesichtszügen ruhen lassen.
Nachdem wir so für das Verständnis der alten Liederglauben gesorgt zu haben, werden wir einen ausführlichenCommentar dazu liefern. Zuerst werden wir auf das denken,was die Geschichte der Poesie verlangt, also auf eine vollständigeSammlung aller Quellen der grossen Sage, insofern sie nichtschon, wie im deutschen Nibelungenliede, bekannt sind.Manches Merkwürdige, vielleicht auch einiges Unerwartete, wirdsich hier finden; leicht lassen sich dann die Abweichungen undverschiedenen Geschlechter angeben. Zweitens wird die Unter-suchung über das Religiöse in diesen Liedern einen eigenenReiz haben. Durch die Werke von Creuzer, Görres und Kanne ] ),die der schönste Beweis von dem Fortschreiten deutscher Wissen-schaft sind, ist ein Punkt für die Betrachtung der Mythen ge-geben, den andere Völker kaum ahnen. Es ist keinem Zweifelmehr unterworfen, dass durch alle ein grosser Zusammenhang seiund alle aus einer gemeinschaftlichen Quelle entsprangen. Eswerden sich manche Hindeutungen darauf in diesen Liedernfinden, so wie der Gegensatz zwischen einer frühern und spätemLehre deutlicher werden wird und in einem andern Lichte, als
x ) Das letztere [Pantlieum der ältesten Naturphilosophie, die Religionaller Volker. Tübingen, 1811] ist erst vorige Messe erschienen und vcrmuth-lich schon in den Händen aller Kenner und Freunde dieses Fachs.