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1 (1881)
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220 NATURPOESIE.

ihn aus ganzer Seele, eh sie ihn gesehen hatte. x ) Nun erzähltesie, wie man sie dem Haudbrodd vermählt, aber sie wolle einenandern Mann haben, wenn sie schon ihrer Freunde Zorn vor-aussehe und ihres Vaters Freude gebrochen habe; Helge abertröstete sie mit seiner Liebe, bei ihm solle sie leben und sichan keinen Zorn ihrer Verwandten kehren. Hierauf wirdHelges Krieg mit Granmar und seinen Söhnen beschrieben. Einschrecklicher Sturm überfiel ihn zur See, Wetterleuchten kamüber sie und in die Schiffe schlugen die Strahlen. Da sahensie bald neun Walkyren in der Luft reiten und erkanntenSiegrune, und der Sturm legte sich. In der Erzählung vomErfolge des Kriegs kommen Stellen vor, die schon im erstenHelgelied und zwar vollständiger vorhanden sind; das GesprächSinfiotles und Gudmunds gehört zu dem Grössten und Schauer-lichsten, was je gedichtet worden ist, und nur einzelne Stückeder Lokasenna mögen damit verglichen werden. Der Krieggieng zwar glücklich aus, allein es blieb selbst Siegrunens VaterHaugni erschlagen. Helge erzeugte Söhne mit seiner geliebtenSiegrune, er ward aber nicht alt. Dag, Haugnis Sohn, opfertedem Odin, seinen Vater zu rächen, Odin lieh ihm seinen Spiess.Nun fand er Helge im Fiotrlund und durchbohrte ihn. Da fielHelge; Dag ritt nach Sevafiäll zur Siegrune und brachte ihrdie Zeitung:)

Gezwungen bin ich, o Schwester, Dir Trauer zu melden,ungern setzte ich meine Schwester in Thränen. Es fiel frühMorgens auf Fiotrlund der beste Fürst, der in der Welt war."(Da bricht Siegrune in heisse Verwünschungen aus:) 2 )DassDich alle die Eide schneiden, die Du Helge geschworen hattest,an des Ufers leuchtendem Wasser, bei dem urkalten Stein derWogen! Dass nicht vom Flecken schreite das Schiff, das unterDir schreitet, und läge auch der günstigste Wind dahinter! Dassdas Pferd nicht renne, das unter Dir rennet, und suchtest Dugleich Heil vor Deinen Feinden! Dass das Schwert nimmer

') Sie und Svava sind nämlich durch Wiedergeburt eine und dieselbe.Von Svava aber ist in dem zweiten Helgelied die Rede.

2 ) Hier könnten viel Parallelen gezogen werden. Wild und wehmiithigsind die Verwünschungen in der altspanischen Romanze von Don Beitran.