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1 (1881)
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NATURPOESIE.

Endlich in dem Loblied auf den heiligen Anno (etwa ans demEnde des 11. Jahrb.) ist die Sage ganz deutlich enthalten:

XXII. V.

Cefar bigonde nahm

zu den J'inin altin magin,

cen Frankin, din edilin;

iri beidere vorderinquamin von Troie der altin,du die Criechin diu burch eivaltin:

du ubir diu heri beide

got fin urteil fo irfceinte.daz die Troieri kum. intrunnin,die Criechin ni gitorftin heim vindin.

XXIII. V.

Franko gefaz mit den finivili verre nidir bi Rini,

da worhtin fi du mit vrowedin

eini lüzzele Troie:den bach hizin fi Sante,na demi wazzere in iri lante,

den Rin havitin li vure diz meri;

dannin wuhfin fint vreinkifchi heri.

348 [345].

Cäsar begonnte nahen

zu den seinen alten Magen,

zu den Franken, den edelen;Ihrer beider Vorderenkamen von Troie der alten,da die Griechen die Burg zerfällten:da über die Heere beideGott sein Urtheil so erscheinte, 'dass die Troieri kaum entrannen,die Griechen nicht durften heim wenden.

390 [387].

Franko gesass mit den seinenviel ferne nieden beim Rheine,

da wirkten sie dort mit Freuden

eine kleine Troie:den Bach hiessen sie Sante,nach dem Wasser in ihrem Lande,

den Rhein hatten sie für das Meer;

dannen wuchsen seit fränkische Heer.

Und früher V. 95 [93] werden die trojanischen Frankengenannt. Man bemerke den Ausdruck: Troja die alte, wel-cher mit der vorhin citirten Stelle aus dem Morolf überein-kommt und volksmässig gewesen zu sein scheint. Dies sinddie Stellen, welche ausdrücklich von der trojanischen Abkunftder Franken reden; man kann damit in Verbindung bringenandere Sagen von griechischer Abkunft. Ottfried sagt in denEvangelien L. I, c. 1. V. 174:

Las ih, ioh in ala war,

in einen buachon, ih weiz war,fie in fibbu ioh in ah tufin alexanderes flahtu.

Ther worolti fo githrewita,

mit fuertu fie al gil'trewita,vntar feinen hantonmit filu harten banton.

Joh fand in theru redinu,

thaz von Macedoniuther liut in giwurtigifceidin er wurti.

Las ich, und in alle wahr,in einem Buche, ich weiss wo,

fie (die Franken) in fieben und in acht

gewesen Alexanders Schlachten.Der Welt so gedräuete,mit Schwertern sie all gestreiiete,

unter seinen Händen

mit viel harten Banden.Und fand in diesen Reden,dass von Macedonien

dies Volk in Würden

geschieden er führte.