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1 (1881)
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ANKÜNDIGUNG DER ALTDÄNISCHENHELDENLIEDER.

Heidelbergische Jahrbücher der Literatur. Fünfte Abtheilung. Philologie,

Historie, schöne Literatur und Kunst. 8. Jahrgang III (1810)

Intelligenzblatt No. in, S. 911.

[Mit Clemens Brentano und Achim von Arnim.]

jtJlus den Untersuchungen des grössten Alterthunisforscherswissen wir, dass die Uiade und Odyssee keineswegs Werk undErfindung eines Menschen gewesen, sondern dass diese Bildereiner grossen Heldenzeit aus den allgemeinen Volkssagen invielen Liedern und Gesängen in ein Ganzes zusammengetretensind. Gleiche Resultate haben die Untersuchungen über denOssian und über die Bücher des Moses geliefert, alle bestätigenuns die Erfahrung, dass solche Gedichte, wie die Geschichteselbst nie aus eines Menschen Kunst gebildet werden können.Wie herrlich ist es, in die Werkstätte der Natur zu sehen, wiesie arbeitet und die Elemente einer solchen Kunstwelt erschafft!Wer würde nicht entzückt sein, wenn er die Landschaft, dieihn selbst umgiebt, anschauen könnte, wie sie in frühern Zeitengewesen, bis sie endlich die geworden, die seine Blicke erfreut,was würde uns unsere eigene Geschichte nicht sein, wenn unsalle Erinnerung früherer Zeit blieben? Wie selten diese Quellender grössern Nationaldichtungen erhalten werden, sobald dasgrosse Gedicht erschienen, zeiget uns der Homer wie das Nibe-lungenlied und die Bücher Moses; wo es weniger vollendetund in anderer Sprache geschehen, wie beim Ossian, finden wirdagegen noch manche lebendige Überbleibsel, nirgends aberzeigen sich mehr Reichthümer von solchen Liedern, als da, wodas grosse Gedicht durch allgemeine Umwandlungen der Natio-nen oder durch Unkenntnis des Schreibens in seiner Aufbewah-rung oder Verbreitung gehemmt wurde, wie in Dänemark, Nor-wegen, Schweden und Schottland. Die einzelnen altdeutschen