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1 (1881)
Seite
145
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ENTSTEHUNG DER ALTDEUTSCHEN POESIE. 145

Hunden; und das ist gemeldet in den Sagen, dass kein Mannmochte bessere Windhunde haben als er hatte 1 ). Zwölf warendie allerbesten, die sind alle genannt in den deutschen Ge-sängen." 3) Cap. 363. Wie Dieterich mit den Nibelungenkämpft: 2 ) „Nun gieng Thidrikur aus zum Streit, und ist gesagtin den deutschen Liedern, dass die blutigen Männer nichtgering waren, die zusammen kamen in den Kampf des Thidre-kur und des Niflungar, und wie weit in der Burg gehört wurde,Ekisax singen in den Niflunga Helmen." 4) Cap. 367. Eswird bei dem Kampf in Hunnenland (in Susa) gesagt: 3 ) „Sosagen deutsche Männer, dass kein Streit berühmter sei inden alten Sagen, als dieser;" dann: 4 ) „hier muss man diedeutschen Männer erzählen hören." Endlich: 1 ') „Männerhaben uns auch dieses gesagt, die geboren waren in Brimumund Mönsterborg (Bremen und Münster), und keiner wussteetwas von dem andern, und sagten alle ein Gleiches aus, unddas meist, so wie die alten Lieder sagen, in deutscher Zunge,was grosse Männer in der Vorzeit in diesem Lande gethanhaben."

Es ergiebt sich aus diesen Stellen deutlich die ganze An-ordnung des Buchs, wie nämlich die einzelnen vorgesungenenoder vorerzählten Gedichte zusammengeschoben wurden. Diesementspricht auch völlig die innere Einrichtung des Werks. Ohneeben bestimmt angeben zu können, wo ein einzelnes Gedicht

') Tolf voru enir bestu hundar their er allir ero nefndir i ThydskumKvaedum.

2 ) Nu geingur Thidrikur ofan a straotid, oo sva er sagt i ThydeskumKvaedum, at thar var blaudum marmi eige vaert er saman komu i vig Thi-drikur oc Niflungar, oe sva vida hoyrir umm borgina hverso Eekisax syn-gur i hialmum Niflunga.

3 ) Sva seigia Thydeskir menn, at einginn orusta liefur verid fraegri ifornsogum helldnr enn thessi.

4 ) Hier nia nu hoeyra frasogn Thydeskra manna.

5 ) Their menn hafa ofs oo sagt fra thessu er faeddir hafa verid i Brimum«da Moensterborg, oc einginn theirra vissi deili a odrum, oc sagdu allir a einaleid fra, oc er that mest eptir thvi sem seigia fornkvaedi i Thyderskri tungu,er giort hafa storir menn um stortitendi er i thessu landi hafa ordit.

W. GRIMM, KL. SCHRIFTEN. I. 10