VERZEICHNIS DER DICHTER. 39
ich wil ein mere tichton
das allen meren ist ein herre
V. 244. das ich es heb mit -willen an
darauf hant wol gestueret michder werde longer Dieterichvon Basel.Müllerische Samml. Bd III, S. 3. a. Diese Stelle ist auch ab-gedruckt in Oberlins diatribe de Conrado herbipol. p. 16. b.
In einer holländischen Bearbeitung des Romans von Florisund Blauchefleur wird ein Dietrich genannt, der dieses Gedichtaus dem Wälschen ins Deutsche gebracht habe. Siehe N. lit.Anz. 1806 p. 99.
Der von Yfunde. Friederich von Sonnenburg sagtV. 207 (Müller. Samml. Bd 2):
wil her von.mir han richez lob der sich keyen mir also vurfichtDas ryet mir der von Yfunde ander gute meifter nichtWiewohl wahrscheinlich, ist es doch nicht evident, dasshier ein Dichter gemeint sei.
Von Slu wen bürg. Wird neben anderen in einem Ge-dicht genannt, das sich im Vatican befindet, Cod. 350. Adelungfortgesetzte Nachrichten S. 251. Für die daselbst geäusserteMeinung, den Friederich von Sonnenburg darunter zu verstehen,weiss ich keinen Grund.
Ulrich von Budinberg. Kommt an demselben Orte vor.Die Vermuthung, den von Bubenberg darunter zu sehen, scheintnichts, als einige Ähnlichkeit des Namens vor sich zu haben.
Peterlein Sachs. Peter von Sassen. Dieser Dichterwird im Renner V. 1187 neben Reinmar angeführt. Zu Colmarbefinden sich Gedichte von ihm (Bragur I, 380) und Vogt 1 )nennt ihn ebenfalls unter den 12 alten Meistern.
') Auf der jenaischen Universitätsbibliothek befindet sich ein starkes Ma-nuscript von Meistergesängen, eigenhändig von Valentin Vogt, Bürger in Magde-burg, gesehrieben. Die Dedieation ist von 1568 datirt und an Kurfürst JohannFriedrich[s] hinterlassene Kinder gerichtet. Sie enthält verschiedene interessanteSachen, auch ein Verzeichnis von den Meistersängern. Hier sind nur die an-geführt, welche er unter der Überschrift „die 12 alten Meistere" nennt. SieheTenzels monatliche Unterredungen 1691, p. 934 ff. Wiedeburgs Nachrichtenp. 140—148.