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1 (1881)
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EINIGE BEMERKUNGEN ZU DEM ALTDEUTSCHENROMAN WILHELM VON ORANSE.

Neuer literarischer Anzeiger. Herausgegeben von Chr. v. Aretin in München. 4.Jahrgang II (1807) Bd H, No. 21 (26. Mai 1807), S. 334336.

-LuLan kennt den Streit der französischen Literatoren, obdie provenzalische oder nordfranzösische Poesie den Vorzugverdiene, welche für die letztere Partei nehmen (hauptsächlichLegrand), werfen jener Mangel an Phantasie vor, indem sie beiso vielen Anreizungen der Heldenthaten ihrer Zeit, eines süd-lichen Himmels nicht einen Liebes- oder Ritterroman hervor-gebracht, währenddem die Nordfranzosen eine ungemein grosseAnzahl aufweisen können. Denn von den vier Romanen, welcheman den Provenzalen zuschreibt, 1 ) gehören drei eigentlich nichtdazu, als blosse Chroniken und Legenden, und es bleibt nurdas Rittergedicht Guillaume au Cort-nes (Court-nez).

Wenn wir die kurzen Notizen des Legrand und des St. Pa-laye 2 ) mit dem altdeutschen Roman Wilhelm von Oranse, derhäufig Akurnoys (au court-nez) genannt wird, vergleichen, so lässtsich schon daraus fast mit Gewissheit schliessen, dass dieseeine Übersetzung des provenzalischen Gedichts enthält; obsich gleich Casparson, welcher durchaus ein deutsches Originalhaben wollte, nicht davon überzeugen konnte.

') S. Legrand, Contes et fabliaux du 12 et 13 siecle, preface p. 35 unddaraus Eichhorn, Geschichte der Cultur, Bd I, Erl. .590 ff.

2 ) In einem Briefe, welcher in der Vorrede zu Casparsons Wilhelm vonOrange [1784] steht.