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versität war zu Köln die Wächterin über die Reinheit desGlaubens und der christlichen Lehre und es war nur eineAusübung dieser Pflicht und dieses Rechtes, wenn die Uni-versität durch eine strenge Censur häretische, unchristlicheund unsittliche Bücher vom Büchermarkt entfernt zu haltensich bemühte.
Nach Hartzheim's Angabe erhielten Rektor und Dekander kölner Universität unter dem 17. März 1479 von PapstSixtus IV. das Recht, durch kirchliche Censuren gegenDrucker, Käufer und Leser häretischer Bücher vorzugehen ')Seit dieser Zeit erschienen mehrere Bücher, welche die Erklärung enthalten, dass sie von der Universität approbirt,und zugelassen seien (admissum et approbatum.) SolcherVermerk der Universitätscensur findet sich in folgendenDrucken: Biblia latina, 1479 bei Conrad von Homberg;Johannis Nider sermones, 1480, bei Conrad von Homberg;fratris Petri de Harentals super librum psalmorum, 1480,bei Coiirad von Homberg; homilie super evangelia peraestatem, bei Conrad von Homberg; de vita et moribusphilosophorum, bei Conrad von Homberg; Johannis Niderde morali lepra, bei Conrad von Homherg; Johannis Niderde contractibus mercatorum, bei Conrad von Homberg; Jo-hannis Nider Manuale confessorum, bei Conrad von Hom-berg; Cordiale quafuor novissimorum, bei Conrad von Hom-berg; Astaxani summa de casibus conscientiae, 1479, beiH. Quentel; Astaxani summa, zweite Quentel'sche Ausgabe;Wilhelmi ep. Lugd. summa virtutum, 1479, bei H. Quentel;fasciculus temporum, 1480, bei H. Quentel; fasciculus tempo-rum, 1481, bei H. Quentel; S. Thomae liber in quartumlibrum sententiarum, 1484 bei H, Quentel; Cordiale quatuornovissimorum, bei Barth, von Unkel; Petri de Harentals
*) Hartzheim, prodr. bist. Univers. Col. p. 8.