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Officieller Katalog der Gewerbe-Ausstellung
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Salinen hat namentlich Westfalen. Die bedeutendsten Soolquellen treten imPlänerkalk zu Tage. Salzkotten bei Büren, Westemkotten bei Lippstadf^ Werl,Neuwerk, Hoppe und Sassendorf bei Soest Königsborn bei Unna sind in starkemBetrieb. Die Saline Neusalzwerk bei Minden und Bad Oeynhausen gehören derLiasbildung an; schwächere Soolen finden sich im Kohlengebirge und in derGrauwacke. ' In der Rheinprovinz sind nur die Salinen bei Kreuznach undMünster am Stein von Bedeutung, welche im Kohlengebirge liegen. Steinsalzwird nur bei Stetten in Hohenzollern gewonnen.

Klima. Das Ausstellungsgebiet gehört wie das gesammte Gebiet des preussi-schen Staats der kälteren gemässigten Zone an. Die durchschnittliche Regenmengebeträgt im Jahre in Westfalen 24,020 Pariser Zoll, im mittleren und nördlichenRheinland 25,233 Pariser Zoll, im südlichen Rheinland 22,198 Pariser Zoll. Diemittlere Jahreswärme ist von Dove angegeben für Westfalen auf 6,94° R., fürdie niederrheinische Ebene auf 7,53° R., für das Rheinthal Bingen-Bonn 7,74° R.Der Unterschied der Wärme zwischen Winter und Sommer beträgt im Aus-stellungsgebiet 1213° R.

Die Ebenen des Niederrheins und Westfalens bilden noch einen Theil desKüstensaums und haben daher ein gleichmässigeres Klima wie das Gebirgsland,in welchem die Gegensätze der Sommerwärme und Winterkälte stärker auftreten.Die Frühjahrsbestellung beginnt in der Ebene im März, auf den Höhen im Aprilund theilweise erst im Mai. Die Roggenernte erfolgt in der westfälischen EbeneEnde Juli, in der rheinischen Ebene Mitte Juli, auf den westfälischen HöhenAnfangs bis Ende August, im Rheinland auf den mittleren Gebirgen Ende Juliund Anfangs August, in den höheren Lagen Mitte August und im hohen Vennerst Anfangs September. Auf den Höhen von Brilon in Westfalen gedeihen keineWinterfrüchte.

Boden-Beschaffenheit. Im Ganzen sind die Ebenen fruchtbarer als dasGebirgsland, obwohl in letzterem der Lehm- und Klai(Thon)-Boden überwiegtund in der Ebene der Sandboden.

Es hat der ebene Regierungs-Bezirk Münster 1894 346 Morgen Sand- und823 881 Morgen Lehm- und Klai-Boden. Das ebene und wellenförmige Terraindes Regierungs-Bezirks Minden hat 614 964 Morgen Sand- und 630 281 MorgenLehm- und Klai-Boden. Das ebene und wellenförmige Terrain des Regierungs-Bezirks Arnsberg hat 143 000 Morgen Sand- und 556 878 Morgen Lehm- undKlai-Boden.

Die gesammte Provinz Westfalen hat somit in ihrer Ebene und im wellen-förmigen Terrain 2 652 310 Morgen Sand- und 2 011 040 Morgen Lehm- und Klai-Boden. Nach derselben Aufstellung umfasst das Gebirgsland Westfalens 2 894 272Morgen, also etwa 38 pCt. der Gesammtfläche. Waldungen sind naturgemäss imGebirgslande zahlreicher als in der Ebene. Während im ganzen preussischenStaat die zur Holzzucht benutzte Fläche 23,7 pCt. des Gesammt-Areals einnimmt,stellt sich diese Verhältnisszahl der Waldfläche zur Gesammtfläche im Ausstellungs-gebiet wie folgt:

1. Für den Regierungs-Bezirk Münster..... auf 18,3

2. Minden...... 20,4

3. Arnsberg----- 41,9

4. Coblenz ..... 41,8

6. Düsseldorf... 18,4

6. Aachen..... 25,9

7. Cöln ......... 30,5

8. Trier....... 33,9

9. Wiesbaden .. » 41,7

Im gesammten Ausstellungsgebiet nimmt die Waldfläche 31 pCt. des Areals«in, also erheblich mehr wie im übrigen Staate.