Hierzu werden nur Gegenstände angeschafft, welche durch Neuheit, Zweck-mässigkeit oder mustergültige Ausführung ausgezeichnet sind. Die Verloosungfindet in der zweiten Hälfte des September 1880 mittelst Öffentlicher Ziehung vorNotar und Zeugen auf dem Ausstellungsplatze statt.
Die Gewinn-Nummern werden mindestens in zwei in Düsseldorf und je einer inElberfeld, Köln, Trier, Dortmund, Münster und Wiesbaden erscheinenden Zeitungenbekannt gemacht. Ziehungslisten werden ebenfalls in Druck angefertigt.
Die Gewinne sind innerhalb vier Wochen nach der Ziehung abzunehmen; diein dieser Zeit nicht abgeforderten Gegenstände werden öffentlich meistbietendverkauft, und verfällt der Erlös, wenn er nicht bis zum 1. Januar 1881 vom Ge-winner gegen Einlieferung des Gewinnlooses reclamirt ist, der Ausstellungs-Casse.
Der General-Debit der Loose ist Herrn B. Magnus hier übertragen.
10. Die Ausstelhmgs-Gefoäuliclikeiten.
(Siehe den Sltuatlonsplan.)
Die Gebäude der Ausstellung sind auf dem erweiterten Terrain des DüsseldorferZoologischen Gartens errichtet. Derselbe liegt in einer Entfernung von ca. 20 Minutennordöstlich von der Stadt und ist mit dieser durch eine Pferdebahn und währendder Ausstellung durch eine Personen-Verkehrslinie der Bergisch-Märkischen Eisen-bahn verbunden. Der Bahnhof der Rheinischen und eine neu angelegte Haltestelleder Köln-Mindener Eisenbahn befinden sich in der Nähe. Das Terrain der Aus-stellung umfasst etwa 75 Morgen. Es hat die Gestalt eines unregelmässigen Vierecksmit einem annähernd quadratischen Ansatz auf der Westseite. Die Grenzen bildenim Norden der Düsselbach, im Osten das Grundstück der Kettungsanstalt Düssel-thal, im Süden die Düsselthaler Strasse und im Westen die Düsseldorfer Feldmark.Der Eingang zum Ausstellungs-Terrain befindet sich im Südwesten. Die Anlagendes Zoologischen Gartens sowie das grosse Restaurations-Gebäude desselben sindwesentlich unverändert geblieben.
Das Hauptgebäude der Ausstellung misst in der nordwestlich gelegenen Längs-front 3G0m, in der nach Südwesten gehenden Breitfront 102 m und bedeckt eineFläche von ca. 32 OOOqm. Aus Rücksicht auf das Terrain musste die kürzere Frontals Hauptfront ausgebildet werden. Die Mitte derselben hebt ein imposanter, vonvier Thürmen flankirter Kuppelbau hervor, in dem sich das Portal I befindet.Aus wesentlich denselben Elementen setzt sich auch die dem Garten zugekehrteLängsfront zusammen. Die Idee des Grundrisses ist eine einfache: drei Langhallen-Bauten, die durch vier Qucrhallen verbunden werden, so dass sechs innere Höfeentstehen. Das Hauptmaterial ist Holz, die Bedachung Pappe. Die Beleuchtungerfolgt im Wesentlichen durch hohes Seitenlicht, in der Abtheilung der Kunst-Ausstellung durch Oberlicht.
In der Westecke des Haupt-Gebäudes befindet sieh die Abtheilung der Kunst-Ausstellung, welche einen Raum von 3000 qm einnimmt. Die Vertheilung derübrigen Gruppen ist aus dem beigegebenen Situationsplane zu ersehen. — DieBureaux, die Sicherheits- und Feuerwache befinden sich neben dem Portal I,während die Post- und Telegraphenstation in dem Gebäude links vom Eingangeeingerichtet worden ist.
Für einzelne Abtheilungen der Ausstellung sind Annexbauten errichtet worden.Auf dem Ansatzgrundstücke im Westen befindet sich die Halle für Land- undForstwirtschaft; westlich vom Portal II, fast in der Mitte des Gartens, steht dasGebäude für die kunstgewerblichen Alterthümer, ein grosser Pavillon mit acht-eckiger Grundform. In dem grossen Hofe hinter der Maschinenhalle haben dia