468 BRUCHSTÜCKE EINER BEARBEITUNG DES ROSENGARTENS.
BRUCHSTÜCKE EINER BEARBEITUNGDES ROSENGARTENS.
Zeitschrift für deutsches Alterthum. Herausgegeben von Moriz Haupt.Elfter Band. Leipzig, Weidmannsche Buchhandlung. 1859. 8°. S. 243—253.
243 I
Fraw Königin Ich mues mer Rosenkrantz han,Ee Ich schayd von dann
Ich hab noch Zwenvndfuunftzig brueder jm closter mein,Denn will Ich bringen yeden bringen ein cräntzeleins Nw lat Her khomen zwenvndfunftzig man,Dye will ich allain bestan,
Von wegen der Zwenvndfunftzig brueder mein,Damit Ich yer yegtlichem bringen ein Rosenkräntzelein.
Kriemhild Brueder Yllsan
(sie steht vor ihm, und er hat den Rosenkranz schon auf dem Haupt)
Anntwurt die Kunigin MunichYllsan Auf sein Begern
Herr thuet ein wenig vertziehen10 Bis das die khempff all sein geschehen,
Darnach solt yer bestan,
Die zwenvnndtfunffzig man,
Als offt yer ainen thut erschlagen,
Als menych Rosenkränntz soldt yer haben,15 Ein hallsen und khussen dartzwe,
Schawt daz es euch nit gerewen thue.
I»Hie klagt Gi Kunig Gibich gegenGraf Walhther von WaxensteinAch gott was soll Ich heben an,Meiner fursten mag kayner bestan,Ich ways noch ein rysen,20 Der wierdt den streydt nit Verliesen,