VOLKSLIED AUS DEM SECHSZEHNTEN JAHRHUNDERT. 463
VOLKSLIED AUS DEM SECHSZEHNTEN sss
JAHRHUNDERT.
Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde. Herausgegeben von
J.W.Wolf. Erster Band. Göttingen. Verlag der Dieterichsehen Buchhandlung.
1853. 8°. S. 383—384.
DIE HERZOGIN SINGT VOR, DIE ANDERN NACH.
JUer meyen, der meyen,der bringt vns blümlein vil.ich trag ein freyes gemüte:gott weiss wol wem ichs will,gott weiss wol wem ichs will.
Ich wills eim freyen gesellen,
derselb der wirbt vmb mich:
er tregt ein seidin hemmat an,
darein so preist x ) er sich, darein so preist etc.
Er meint es süng ein nachtigal, 384
da wars ein jungfraw fein,und kan sie ihm nicht werden,trawret das herze sein, trawret das etc.
Dies Lied hat Hans Sachs in dem Fastnachtspiel der Neid-hart mit dem feihel (Veilchen) vom 7. Februar 1562 aufbewahrt,Nürnberger Ausgabe seiner Gedichte 1578 Bd 4. Theil3. S. 50.
Wilhelm Grimm.
') Das alte brisen einschnüren.