DIE SAGE VON POLYPHEM. 441
Jünglinge er verzehrt habe. Dann beginnt er von neuem überdas verlorene Auge zu klagen.
Unwillig tritt Bissat hervor, heisst den Depe Ghöz wie einKameel niederknieen und haut ihm mit dem weggenommenenSchwert den Kopf ab, durchbohrt diesen und hängt ihn an eineBogensehne. Dann schickt er die beiden Diener, um denOghuziern und seinem Vater von der Besiegung des RiesenNachricht zu bringen.
4. Von den Reisen Sindbads kennt man nur den arabischenText, den Langles mit einer wörtlichen Übersetzung bekanntgemacht hat (Les voyages de Sindbäd le marin 1814); er glaubtaber, die Quelle sei eine altpersische gewesen.
Sindbad erzählt die Abenteuer seiner dritten Reise. DasSchiff wird durch Sturm an eine Insel verschlagen, die vonaffenartigen, nur vier Spannen langen Zwergen bewohnt ist.Sie bemächtigen sich des Schiffs und lassen die Mannschaft ansLand steigen. Sindbad und seine Gefährten wandern auf derInsel umher und nähren sich von Kräutern. Sie gelangen end-lich zu einem grossen Schloss, öffnen die beiden Thore vonEbenholz und treten in eine grosse Halle, die vorn eine Er-höhung hat. Sie erblicken die Überreste einer Küche, Feuer,Knochen, grosse eiserne Bratspiesse, was sie alles in Schreckensetzt.
Die Sonne will eben untergehen, als plötzlich die Erdeerzittert und durch das Thor ein schwarzer Mann eintritt, grosswie ein Palmbaum, dessen Augen wie brennende Kohlen leuchten.Seine Hundszähne sind grossen Spiessen ähnlich, sein Mundist breiter als das Maul eines Kameeis, seine Ohren hängen wieElephantenohren auf den Schultern, seine Nägel gleichen denKlauen der Thiere. Die unglücklichen Seefahrer fallen, vomSchrecken überwältigt, besinnungslos zur Erde, einer auf denanderen.
Der Riese setzt sich auf die Erhöhung nieder, erhebt sichaber bald, greift den Sindbad heraus und kehrt ihn herum, wieder Schlächter ein Schaf. Da er ihn aber zu schwach undmager findet, lässt er von ihm ab und untersucht die anderen,bis endlich der Schiffscapitän ihm in die Hand kommt. Dieser