ZUR GESCHICHTE DES REIMS. 277
carum : ferarum 22. digna : ligna 35. cornus : ornus 42. ballena:murena 53. (p) nisus:picus 2. turtur: vultur 4. deerit: residebit14. vibex : ilex 40. sambucus : paliurus 46. saliccs : vites 47.
Von dem Mönch Fromund zu Tegernsee, dessen Gedichtein den Anfang des elften Jahrhunderts fallen, sind kleinere inHexametern und Distichen abgefasste Stücke vorhanden, wovonder grössere Theil, etwa 700 Zeilen, bei Pez Thesaurus anecdo-torum 6, 167 —188 abgedruckt ist. Der Reim hat zwar ent-schieden das Übergewicht, fehlt aber nicht selten, in einigenGedichten mehr, in anderen weniger. So sind in dem 17. diezwanzig Hexameter, aus denen es besteht, fast sämmtlich reim-los: selbst im Pentameter mangelt er zuweilen, wie z. B. im18. Gedicht. Der Reim ist einsilbig, den zweisilbigen habe ichnicht oft gefunden, im Hexameter (a* b* c*) divellor: pellor 1.S. 167, amborum : domorum 9, 171. priscorum : sceptrigerorum9, 172. regnorum : malorum 10, 174. servorum : tuorum 12, 177.rebus: diebus 13, 178. multorum : malorum 16, 180, im Penta-meter pariter : iter 10,174. solii: imperii 12, 176. flamen : amen13, 177; dazu kommt noch ein Distichon,
13, 178 porfent gaudentes cunctae sua munera gentescongrua dona sibi, Caesar amande, tibi.Auch einige ungenaue, (p) ullus : ursus 6, 171. traham : psallam11, 175. nostris: hostis 12, 176. dulcisono:domo 15, 179. somni:Ponti 15, 180. parens : habens 20, 183.
Diesen Gedichten lasse ich folgen die beiden Prologe inder Chronik Dietmars von Merseburg, die er im Jahr 1012 be-gonnen hatte. Der eine steht voran, der andere zum Lobe desKaisers Otto vor dem dritten Buch (Pertz 5, 733—734 und758); jener enthält 42, dieser 25 Hexameter. Der Reim istimmer genau (733, 20 muss benignus statt benigne gelesenwerden) und in dem ersten Prolog vorherrschend, in dem zweitenimmer einsilbig. Wo er in jenem fehlt (733, 22. 27. 734, 10),ist ein Binnenreim dafür gesetzt; in diesem scheint er nur ein-mal zu fehlen
758, 3 sede patris magni, vivens per secla secundo (successu),doch im früheren Text stand richtig felici. Zwar hat Dietmarselbst bei der letzten Durchsicht seines Werks im Jahr 1018 fff