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4 (1887)
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200 ÄÜR GESCHICHTE DES REIMS.

588 betwingen : twanc : ringen : ranc : gelingen: gelanc In der dritten68 Zeile 1. 2. 8. 9 gebunden : bant: künden : erkant. In der viertenStrophe kommt er nicht vor. In fünf elfzeiligen Strophen (9, 26),die zugleich mit Pausen ausgestattet sind, fehlt er nur in derersten und vierten Zeile und in der letzten mit der Pause, (heide:)kleide : bekleit: leide : leit. verswinden : verswant: enbinden : en-bant usw. Ganz durchgeführt ist er in einem Lied von dreizehnzeiligen Strophen (33, 33), bekleidet:bekleiden:kleit:leiden:leidet: leidet: leit: blüete: bluot: güete : guot usw. Zu den ge-nannten müsste ich auch Konrad von Würzburg gesellen wegen• eines Liedes, das unter seinem Namen geht (MSHag. 2, 318"),dessen Echtheit aber schon oben (S. 533 [= S. 139]) aus an-deren Gründen ist angezweifelt worden. Darin ist dieser Reimzwischen den rührenden gestellt, und aus diesen beiden Artenist er ganz zusammengesetzt, blüete : guot: wundergüete : guot.flüete : wuot : wüete : fluot, und so in den beiden folgendenStrophen.

IX.

Der gebrochene Reim beruht auf der Trennung eines zu-sammengesetzten Wortes, dessen erster Theil den einen Reimausmacht, dessen zweiter meist in den Anfang der nächsten Zeileübergeht; vgl. Wackernagel Altfranzösische Lieder S. 218. 219.Gottfried von Neifen hat ihn gekannt, gebraucht ihn aber nureinmal und zwar in einer Pause, wip-lich : lip 43, 31. Ulrichvon Türlein zeigen: eigen-lichen Wilhelm 3\ Konrad von Würz-burg scheint eine besondere Zierde darin gesehen zu haben undverwendet ihn öfter. Goldene Schmiede wandel: mandel-kerne432. gürtel: türtel-tübe 570. Ebenso in einem seiner Liederder zweite Theil der Zusammensetzung in der folgenden Zeile,morgen-sternen: verborgen MSHag. 2, 319 b . Er kann aber auchbei ihm in derselben bleiben:

Da, diu liebe nahtegal ir sanelöte doenet under:wunder- licher stimme klancerhillet da MSHag. 2, 323».

Im Schlagreim ir lip trüter lüter-var MS. 2, 201". kein herze-