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4 (1887)
Seite
195
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ZUR GESCHICHTE DES KEIMS. 195

in einer Strophe, z. B. sin hoher gwalt versigelt und verrigeltMS. 2, 232 b . Litschauer sin pfert er sol beslahen wol MS. 2,237 b . Der Refrain in den fünf Strophen eines Liedes Konradsvon Landecke schliesst jedes Mal mit mir gegen ir. Jung. Ti-turel altissimus der höhste, einvaltec und drivaltec 936, 1.Konrad von Haslau (Haupts Zeitschrift 8, S. 567) der im setztein sprüzzel undern drüzzel. Hugo wird ihn seinem MeisterFreidank abgesehen haben, der sinen rät an den boesen lätKenner 1835. Mit Doppelreim swaz swendet bluot und blendetmuot 6411. Vierfach, so ein gevater gen ir gevatern beginnetsnatern über den gatern 18228, und mit Wiederholung der-selben Wörter und also auch mit rührendem Reim, der hiersogar ein unerlaubter ist, als bringt ein sal den andern sal, undbringt ein val den andern val 20401. Noch ein späteres Bei-spiel, ouch saget man von ir wunder vil besunder Laber 657.

VI.

Pausen werden zwei Reime genannt, wovon der erste inder Regel am Anfang, der andere am Schluss entweder derselbenZeile oder einer der folgenden oder auch der ganzen Strophesteht; sie sind immer stumpf, meist einsilbig, können aber auchzweisilbig sein (z. B. lobe : tobe Walther 67, 24). Ich habe sienur bei wenigen gefunden. Es ist sehr zweifelhaft, ob Heinrich vonMorungen, der als Zeitgenosse Reinmars zu den ältesten Dichterndes dreizehnten Jahrhunderts gehört, sie schon gebraucht hat:im Anfang der dritten Strophe eines Liedes (MS. 1, 51 b ) stehtOwe und am Schluss in der neunten Zeile ein entsprechendes 584we; es scheint aber zufällig, da die letzten Zeilen aller fünf 6iStrophen diesen Reim zeigen, doch sonst keine im Anfang.Unzweifelhaft sind die Pausen bei Walther von der Vogel weide,der sie aber nahe bei einander hält: in den vier zehnzeiligenStrophen eines Liedes (62, 6) stehen sie jedes Mal am Anfangund Schluss der fünften und zehnten Zeile:

ein kloseniere, ob erz vertrüege? ich wa;ne, er nein.

daz und ouch me vertrage ich doch dur eteswaz. usw.

In den fünf zwölfzeiligen Strophen eines anderen (66, 21)Zeile 5. 6 und 7. 8:

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