]90 zuß GESCHICHTE DES KEIMS.
werdiu ininne twingen kan 98, 39. Bernge von Horheim iaeiner Strophe (MS. 1, 172) mi lange ich mit sänge die zit hängekündet usw. Ferner Christian von Lupin (MS. 2, 16 b ) undHadlaub (MSHag. 2, 288. 289). Abermals weiter ab liegenüberschlagende Reime, wenn sie in mehrere Zeilen vertheiltsind, wie z. JB. bei Lichtenstein S. 18: als solche müssen nachLachmanns Anmerkung zu 98, 40 bei Walther 9319, 22 zegebenne : ze lebenne angesehen werden. Dreifach zeigen siesich schon bei Heinrich von Rücke in zwei Liedern (MS. 1,99". 100").
Etwas Anderes ist die Wiederholung desselben Wortes, dieder Sinn herbeiführt, und die in anderen Strophen des Liedesauch nicht wiederkehrt: auf den Reim ist es dabei nicht ab-gesehen , und er braucht auch nicht vollkommen zu sein. Ichwill Beispiele aus Reinmar von Zweter anführen, der solcheWiederholungen überhaupt liebt, gehoft und ungehoft, verhoftder mir diu driu beschiet MS. 2, 124". swer minnen wil nachminne site 2, 133". zwifel machet zwifelmuot 2, 134 b . swerbannen wil und bannen sol 2, 143 b . ein gelle ir gellen niden579 muoz 2, 144 b . ein bruoder sinen bruoder sluoc 2, 149". ich59 wise an wiser liute rät 2, 151". Mit Überladung got aller wunderwunder e gewundert hat mit wunder wunder unde wunder me2, 153 b . Lichtenstein Ist der wibe güete und ir schoeneschoene ob aller schoene 423, 26. Konrad von Heimesfurt dawünne bernde wünne birt 920. In einer Strophe Singenbergs(MSHag. 1, 290 b ), in zweien Gottfrieds von Neifen (29, 14—35)und in einer des Markgrafen von Hohenburg (MSHag. 1, 34 b )wird mit dem Wort minne in beständigen Wiederholungengespielt.
IV.
Der Schlagreim steht innerhalb der Zeile und ohne Be-rührung mit. dem Endreim; ein anderes Verhältnis tritt ein,wenn sich an das letzte Wort einer Zeile in dem Anfang dernächstfolgenden ein zweites Reimwort anschliesst: dies Reim-paar kann allein stehen, es kann sich aber auch noch mit einemdritten und vierten Reim verbinden. Ich nenne diesen Reim,