136 ZUR GESCHICHTE DES REIMS.
bürg, der überall glättet, solche verwerfliche Reime gerade inseinem letzten Gedicht, im Trojanischen Krieg, geduldet haben,während sich in seinen übrigen Werken durchaus keiner findet?Es ist unglaublich, und ich bin überzeugt, dass sie sämmtlichauf Verderbnis des Textes beruhen. Es fällt gleich in dieAugen, dass äne var 2383 und von dirre vart 23601 stehenmuss. Bei den übrigen bessere man äne siure 2497, des kleidessin 3101, da : sä 5007, gesinde : kinde 5726, unde da 6346, richiuvolle 6684, beidersit 10295, der släf an im gelige 11071, zesagenne: ze klagenne 11350, und sin lip 20257, überflüetec20623, jugent 20959, gegerwet 22765, verkorn 22836. EineStelle in Heinrichs von Freiberg Tristan mit aller not: des todesnot 3633 unterscheidet den allgemeinen und besonderen Begriff,und ebenso verhält es sich in einer Stelle des Gedichts vomPriester Johann (Altd. Blätter 1,S. 314), al der järe (in der ganzenZeit): drizec järe 226. Wo in der Heidelberger Handschriftdes Jüngern Titurels, die Hahn herausgegeben hat, ein solcherReim vorkommt, ist sicher eine Verfälschung des Textes anzu-nehmen. Der alte Druck von 1477 bessert die meisten, danachist zu lesen hitze : witze 317. füeren : rüeren 382. girde : wirde3157. riche : geliche 4371. vinden : erwinden 4655. gewidert:gevidert 5719. fiere : schiere 6004. schulde : schulde 2824 ist dieganze Stelle verderbt, und statt gebende : entstehende, wie hierder alte Druck hat, ist jehende : entsehende zu lesen. Lohen-grin S. 63 ist wahrscheinlich stalte : gevalte und S. 189 gestam-met : gesämet zu setzen. Bei Boner findet man 97, 40 Pfeiffer
531 vil bezzer ist daz zwene man
11 ein frouwen haben denn ein man
zwei wip.
Schwerlich hat der Dichter, der sonst nur genaue Reime ge-stattet und den rührenden selten anwendet, sich diese Rohheitzu Schulden kommen lassen; Benecke hat eine spätere Nach-hilfe in den Text genommen. Ich ändere
vil bezzer ist daz zwene häneine frouwen denn ein manzwei wip.
Im Wigamur ist z;u bessern getwungen nuo 796, alle wunder