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4 (1887)
Seite
117
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ZUM FREIDANK. \\7

ZUM FREIDANK. 209

Zeitschrift für deutsches Alterthum. Herausgegeben von Moriz Haupt.Elfter Band. Berlin, Weidmannsche Buchhandlung. 1859. 8°. S. 209210.

J.n dem zweiten Nachtrag zu meiner Schrift über Freidankhabe ich S. 17 [oben S. 114] gesagt, die Kürzungen vät, vervät,enpfan würden in dem neuen Text der Bescheidenheit nicht mehrvorkommen. Das nehme ich in so weit zurück, als sie in einigenStellen bleiben. Franz Pfeiffer (Zur deutschen LitteraturgeschichteS. VI) hat die Behauptung aufgestellt, dies seien keine ober-deutschen Formen. Darin hat er Unrecht. Die strenghochdeutscheSprache Hartmanns lässt sie mehrmals im Reim zu, Iwein 1667enpfän: getan. Arm. Heinrich 633 hän: enpfan. Gregor 749undervän: hän. Büchlein 1, 1769 vervät: zergät. Aber auchandere und darunter entschieden oberdeutsche Dichter gebrauchensie ebenfalls im Reim. Eraclius LV enpfäst: last. Herzog Ernst2665 getan: bevän. Lichtenstein 16,17 vervät: rät. 432, 24 umbe-vät: missetät. Flore 1891 vän: ane vän, daneben 6915 sähen:vervähen. König Tirol Ms. 2, 248 a enpfät: stät. Ms. 2, 21"hat: vervät. Ms. 2, 54" hat: gevät. Hermann der Damen 444 210ane vät: stät. Konrad von Würzburg Ms. 2, 198 b begät: vät.Reinhart Fuchs 365, 2007 gevät: gät. Kolocz. S. 131 vän:gän. Hugo Martina 273° hat: umbevät.

Zu dem Abschnitt über Rom kann ich aus einer noch un-benutzten Handschrift eine Stelle mittheilen, deren Echtheit ichnicht bezweifle, die aber ihrer Heftigkeit wegen aus allenanderen Handschriften verschwunden ist,

ich hän in den buochen gelesender bäbst sül lebende heilic wesen,oder swie der habest werbe,er si heilic, so er sterbe,kam nie bäbst zer helle,so tuo er swaz er welle.