ÜBER FREIDANK. 77
zelet 5879-5883 starkiu huote und ungetriuwer muot diu machentstaitiu wip unguot. MSHag. 3, 418" huote machet statte frouwenwankelgemuot. 101, 13. 14. David von Augsburg (Pfeiffers
Mystiker 1) 368, 23 minne wil fri sin: ist sie betwungen, so istsi niht minne, wan si selbe mac niht betwungen werden. Vgl.Haupt zu der Winsbekin 32, 4. 102, 15 16. Teichner (Lieder-saal 3, 367-370) maneger hirät üz den landen nach dem glänzmit zehen schänden und lät eine neben sich niur mit eime bre-stelin. 102, 20—23. Welscher Gast Bl. 64" swaz ein man mitwiben tuot, daz sol allez wesen guot: daz reht habe wir unsgemäht mit unsers gewaltes kraft; vgl. Simonides Amorginus vonWelker S. 48. Lentolt von Seven (MS. 1, 163") vinden wir anEiner libe missetät, da bi Einiu tüsent wibe tagende hat.103, 1. 2. Kenner 12776 ob ein frouwe missetuot, da bi hänthundert statten muot: swer die mit jener schelten wolte, dertsete anders denne er solte. 104, 26. 27. Frauenturnier
(Kolocz. 87, 406—410) si kunnen brechen hertiu sper: daz istein michel wunder, sie ligent staete under unde behaltent dochden pris, der man si junc (1. tuinp) oder wis. 105, 1. 2. Rei- 398neke vos 1157 de heft syne ere nicht wol vorwart, de sus syn 70wyf mit ener andern spart. 105, 8. Flore 5334 ez ist einnot swer eine äne gesellen treit nähe gändiu herzeleit in siineherzen verborgen. 105, 19. des tiuvels er engiltet er machtnichts daraus, wie wir sagen »er kümmert sich den Teufel darum«;vgl. Deutsche Mythol. S. 966. 106, 6—9. Marienlieder aus
dem zwölften Jahrhundert Hanöv. Handschr. Bl. 23 b du heizesvrowe inde bis puch also: wan du, vrowe, häs gemachet vrö sowat in himele inde in erden is. du vrowe van vroweden geheizenbis, wan du trürikheit enruorde dich nit. Darum nennt Konrad(MSHag. 2, 330") Maria frouwe aller freude. Konrad von Heimes-furt 215—217 lässt den Engel Gabriel zur Jungfrau Maria sagenaller fröuden frouwe, frouwe dich: joch fröwet von dinen fröudensich swaz fröude da ze himel ist. Stricker (Haupts Zeitschrift 7,S. 495) si sint so guot für allez guot, die frouwen sint und fröudegebent. Wenn Lichtenstein 660, 9 sagt si frowe ob al denfreuden min, so bezieht sich das wohl auf diese Etymologie, mög-licher Weise auch Gudrun 4422 (1105, 2) diu freudenlose frouwe.