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4 (1887)
Seite
56
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56 ÜBER FREIDANK.

MSHag. 3, 205 b . 236 b . Warnung vernagelot. 1233 und ver-wandelst 3051. Als alterthümliche Form in Dieterichs Flucht9277 recken die man heizet genötigot wigant. Hernach erlischtdie Form in der gebildeten Sprache der Dichter gänzlich, inder Volkssprache oder in Mundarten wird sie fortgedauert haben,das beweist ihre häufige Anwendung in Grieshabers Predigten.In Betracht kommen daher nicht rohe Dichtungen, wie Moroltverwandelot 7 n . 8\ Enenkel erarnot Haupts Zeitschrift 5, S. 278.gewäfenote Chronik S. 346. Wigamur gesatelöt 18 b oder spätere377 wie Rüdiger von Hindihofen durchwieröt Wittich vom Jordan49 Bl. 10 Gothaer Handschr. Wigamur r6t: gesatelöt 1750. Auchzeigt sich schon Kürze des Vocals, Heinzelein von Konstanzgesegnot: gebot Diutisca 2, S. 255. Hug von Langenstein ver-dampnot Martina Bl. 42 c . 68" gewandelot: gehandelot 59 b . ge-kestegot 56 c . 179 d . kestegotte 170 d . predigot 193°. gesegenoten208". Leben Christi von Wernher gesegenot: dienot MSHag. 4,515. Fragm. 21 a got: gejagot. Liedersaal 3, 262 verdamnot:got. Meist folgen diese schweizerischen Mundarten.

So wenig als Walther (vgl. Lachmann zu 98, 40) reimtFreidank sagte : dagte, gerten : werten, was Hartmann, Wolframund Konrad unbedenklich thun. Bei F. erscheint die drittePerson tete 36, 3. 100, 12. 23 und tet 5, 16. 108, 26. 180, 21,die Walthers Lieder wohl der schwankenden Form wegen imReime meiden. W. reimt hein : stein 30, 26. genan : man 63, 3.kan (kam) : man 106, 26. F. ruon : tuon 99, 3. oehein : dehein141, 3. Wenn Walther nicht an : an reimt, F. einige Male, sowird niemand darauf Gewicht legen, zumal das Lied immerstrengere Regeln forderte; dagegen lässt W. einmal rieh : sichzu (Lachmann S. 197), dem ich bei F. nicht begegne. Auchgedrön (: Ion) steht bei F. 87, 12 allein, wie gedröt (bröt) 123, 24,was Hartmann im Armen Heinrich 1075 gebraucht; vgl. Gramm.I 3 , S. 196. Das seltene vals (: hals) F. 45, 4 kommt bei W. nicht. vor, und da überhaupt nur walsch (Parz. 357, 7. Passional 221,21)als Reim dazu vorhanden gewesen wäre, so blieb für das Sprich-wort nichts übrig, als sich dieser Freiheit zu bedienen; ähn-licherweise reimt Wolfram Parz. 18, 3. 27, 15. 105, 9. 154, 5harnas: was : palas, neben Wilh. 305, 12. 376, 17. 416, 13 har-